Mann nach grundloser Messerattacke vor Gericht

25.08.2021 Wegen einer grundlosen Messerattacke in der B-Ebene des Frankfurter Hauptbahnhofs steht seit Mittwoch ein 22-Jähriger vor dem Landgericht Frankfurt. Die Staatsanwaltschaft wertet den Angriff als versuchten Totschlag. Das 29-jährige Opfer musste nach dem Vorfall im Oktober vergangenen Jahres mehrere Tage mit einer schweren Lungenverletzung ins Krankenhaus.

Handschellen sind an einem Gürtel eines Justizvollzugsbeamten befestigt. Foto: Frank Molter/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Während der Angeklagte zu der Messerattacke am ersten Verhandlungstag nichts sagte, räumte er zwei weitere Vorwürfe der Anklage ein. Im Januar vergangenen Jahres war er messerschwingend durch den Hauptbahnhof gelaufen und hatte sich einer polizeilichen Überprüfung erheblich widersetzt. Zu einem ähnlichen Vorfall kam es im Mai in einer U-Bahn-Station in Frankfurt-Bockenheim. Auf dem Polizeirevier beleidigte und bedrohte der Mann mehrere Stunden lang die Beamten.

Alkohol- oder Drogenkonsum spielten mehreren Zeugenaussagen zufolge jeweils keine Rolle. Kurz nach der letzten Tat war der Mann kurzzeitig in eine Psychiatrie gebracht worden, wo jedoch keine Anzeichen für eine Krankheit festgestellt werden konnten. Gleichwohl soll in dem bislang auf fünf Verhandlungstage terminierten Prozess ein psychiatrischer Gutachter gehört werden.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Empfehlungen der Redaktion

Regional hessen

Staatsanwaltschaft fordert Haft nach Messerattacken

Regional rheinland pfalz & saarland

Mann nach tödlicher Messerattacke in Klinik eingewiesen

Regional hessen

Fahrer tötet zwei Fußgänger: Einweisung in Psychiatrie