Teenager ohne Führerschein rast durch Wiesbaden

14.08.2021 Ein Teenager ohne Führerschein ist in einem Auto mit bis zu 140 Stundenkilometern der Polizei im Raum Wiesbaden davongerast. Der 17 Jahre alte Fahrer ignorierte rote Ampeln, brachte zahlreiche Menschen in Gefahr. Er sei mit dem 15-jährigen Beifahrer in Wiesbaden durch dichten Verkehr der Polizei davongefahren, teilte diese am Freitagabend mit. Mehrere Fußgänger mussten sich demnach durch einen Sprung in eine Hofeinfahrt retten. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Laut Polizei wollte ursprünglich eine Motorradstreife das zu schnell fahrende Auto in Stadtteil Biebrich kontrollieren. Der Fahrer trat aufs Gas, ignorierte mehrere rote Ampeln und fuhr in Richtung Mainz-Kastel davon. Bei einem Wendemanöver stieß das Auto mit einem entgegenkommenden Baustellenfahrzeug zusammen, raste aber weiter - nun verfolgt von einem Polizeiauto - in Richtung Hochheim am Main.

«Auf Grund des dichten Verkehrsaufkommens umkurvte der blaue Wagen die übrigen Verkehrsteilnehmer wie Slalomstangen», teilte die Polizei weiter mit. Als der Verkehr auf Höhe der Hochheimer Straße zu dicht wurde, fuhr das Auto auf den Bürgersteig und wurde schließlich von einem Müllfahrzeug ausgebremst. Der Fahrer lenkte zurück auf die Straße, durchbrach einen Gartenzaun und kam dahinter zum Stehen.

Im Wagen saßen ein 17 Jahre alter Fahrer und ein 15 Jahre alter Beifahrer - einen Führerschein hatten die beiden nicht. Die Polizei nahm die Jungen vorläufig fest und stellte das Auto sowie ihre Handys sicher. Wem das Auto gehörte und ob es doch «mögliche Geschädigte der rasanten und gefährlichen Fahrweise» gibt, ermittelt nun die Polizei.

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