Bewährungsstrafen: Prozess um Schwarzarbeit und Steuerbetrug

29.07.2021 In einem Prozess um Schwarzarbeit und Steuerbetrug in einem Volumen von 2,2 Millionen Euro sind die beiden Verantwortlichen eines Elektroinstallationsunternehmens am Donnerstag vom Landgericht Frankfurt zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Der 57 Jahre alte ehemalige Geschäftsführer erhielt ein Jahr und zehn Monate und muss darüber hinaus 5400 Euro Geldstrafe (360 Tagessätze) zahlen. Die Mitangeklagte wurde zu eineinhalb Jahren verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (Aktenzeichen 7830 Js 217494/14)

Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zwischen 2011 und 2014 hatte die Firma in einer Vielzahl von Fällen Arbeitnehmer nicht oder nur teilweise angemeldet. Das Geld für die Bezahlung der illegalen Mitarbeiter wurde aus Scheinrechnungen an Subunternehmen generiert. Dem Fiskus und den Sozialversicherungen entstand erheblicher Schaden. Vor Gericht legten die beiden Angeklagten umfangreiche Geständnisse ab. Strafmildernd wurde bei dem Geschäftsführer auch der Umstand angerechnet, dass bislang 200.000 Euro des Schadens wiedergutgemacht wurden.

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