Prozess um Messerangriff: Angeklagter schweigt

30.06.2021 Nach einem lebensgefährlichen Messerangriff auf offener Straße hat vor dem Landgericht Frankfurt der Prozess gegen einen 23 Jahre alten Mann begonnen. Ihm wird versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Laut Anklage versetzte der Mann aus Gambia dem 26-jährigen Opfer, das er zuvor nicht gekannt habe, im Oktober 2020 im Bahnhofsviertel mehrere Stiche, von denen einer erhebliche Verletzungen an Magen und Darm anrichtete.

Eine Figur der blinden Justitia an der Fassade eines Gerichts. Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Unmittelbar nach der Attacke kam ein pensionierter Chefarzt zufällig am Tatort vorbei, der dem stark blutenden Opfer mit Sofortmaßnahmen das Leben rettete. Einige Tage später wurde der Angeklagte festgenommen - mehrere Landsleute des Verletzten hatten ihn im Bahnhofsviertel ausfindig gemacht und der Polizei übergeben.

In seinen ersten Vernehmungen gab er an, am Tattag gar nicht in Frankfurt gewesen zu sein. Dies wurde ihm jedoch widerlegt. Zum Prozessauftakt äußerte er sich überhaupt nicht mehr zu den Vorwürfen. Einer der Zeugen identifizierte ihn jedoch bereits als den mutmaßlichen Täter. Die Schwurgerichtskammer hat zunächst vier weitere Verhandlungstage bis Mitte Juli terminiert.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Empfehlungen der Redaktion

Regional hessen

News Regional Hessen: Sieben Jahre Haft nach lebensgefährlicher Messerattacke

Regional nordrhein westfalen

News Regional Nordrhein-Westfalen: Schwangere mit Messerstichen getötet: Angeklagter schweigt

Regional nordrhein westfalen

News Regional Nordrhein-Westfalen: Messerangriff in Tiefgarage: «Warum stirbst du nicht?»