Zimmergenossen mit Eisenstange erschlagen: Zweiter Prozess

02.06.2021 Weil er seinen Zimmergenossen in einem Männerwohnheim mit einer Eisenstange erschlagen haben soll, hat sich seit Mittwoch zum zweiten Mal ein Mann vor dem Landgericht Frankfurt zu verantworten. Im Februar 2018 war der heute 49 Jahre alte Äthiopier wegen Totschlags zu neun Jahren Haft und der Unterbringung in der Psychiatrie verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof kritisierte in der Revision besonders die Unterbringung und ordnete eine Wiederholung des Prozesses an.

Eine Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in ihren Händen. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zwischen den beiden alkoholisierten Männern hatte es am Tattag im Februar 2017 offenbar eine Auseinandersetzung gegeben, in deren Verlauf der Angeklagte sieben Mal mit der schweren Stange zuschlug. Das Opfer starb noch am Tatort. Ursprünglich wurde der Täter wegen Mordes angeklagt - im ersten Prozess konnte jedoch die Heimtücke als Mordmerkmal nicht sicher nachgewiesen werden. Die Schwurgerichtkammer hat für den neuen Prozess ein weiteres psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben. Das Verfahren soll noch im Juni abgeschlossen werden.

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