Minister: Wasserstellen im Garten vermeiden

21.05.2021 Um die Ausbreitung der asiatischen Tigermücke in Hessen zu bremsen, ruft Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) die Menschen zur Mithilfe auf. Da diese Stechmücken ihre Eier vorzugsweise in kleinen künstlichen Wasseransammlungen in Menschennähe legen, sollten solche Stellen im Garten oder auf dem Balkon vermieden werden. «Zum Beispiel sollten Regentonnen abgedeckt, wassergefüllte Blumentopfuntersetzer vermieden, Gießkannen und Eimer umgedreht gelagert und Wasser in Vogeltränken regelmäßig erneuert werden», erklärte der Minister am Freitag in Wiesbaden.

Eine Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) auf der menschlichen Haut. Foto: US CfDCaP/epa efe/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Höhere Jahresmitteltemperaturen und insbesondere mildere Winter begünstigen, dass sich Tierarten, die ursprünglich aus wärmeren Gebieten stammen, in Deutschland ausbreiten, wie das Ministerium erläuterte. Die asiatische Tigermücke stamme ursprünglich aus Südostasien und wurde in der Vergangenheit durch den Import von Autoreifen oder Glücksbambus von Asien nach Europa eingeschleppt. Seit 2018 wurde sie wiederholt auch in Hessen nachgewiesen, unter anderem in Frankfurt am Main und in Oestrich-Winkel (Rheingau-Taunus-Kreis).

Die Stechmücke kann potenziell Krankheiten übertragen, was jedoch von Experten derzeit für Hessen als sehr unwahrscheinlich eingeschätzt wird. «Wir wollen weiter präventiv Maßnahmen ergreifen, um die Gesundheitsgefährdung in Hessen gering zu halten», erklärte Klose. «Dazu sensibilisieren wir die Menschen für dieses Thema und wollen sie auch motivieren, selbst aktiv zu werden, um die Ansiedelung der Tigermücke von vornherein zu verhindern - denn das ist der beste Schutz.»

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