Corona-Impfungen bei Heraeus: Pilotprojekt

29.04.2021 Mehr als 200 Beschäftigte des Technologiekonzerns Heraeus haben sich im Rahmen eines Pilotprojektes innerhalb der ersten Woche bereits bei ihrem Arbeitgeber eine Corona-Schutzimpfung abgeholt. Insgesamt werde man in einer ersten Phase rund 450 bis 480 Beschäftigten aus dem Kreis der derzeit Impfberechtigten Schutzimpfungen verabreichen können, sagte der leitende Werksarzt von Heraeus, Hendrik Mertens, der Deutschen Presse-Agentur. Man hoffe zudem auf weitere Impfstofflieferungen in den kommenden Wochen.

Ein Mitarbeiter eines Impfzentrums klebt nach einer Impfung ein Pflaster auf einen Oberarm. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

An dem Pilotprojekt des Main-Kinzig-Kreises beteiligen sich neben Heraeus auch die Unternehmen Evonik Industries, Vacuumschmelze in Hanau sowie der Arbeitsbekleidungshersteller Engelbert Strauss mit Sitz in Biebergemünd. Sie erhalten im Rahmen des Projektes zusammen rund 1000 Impfdosen, wie ein Sprecher des Landkreises sagte. Das Projekt diene dazu, die Abläufe betriebsärztlicher Impfungen durchzuspielen und das Impfen schnell, pragmatisch und auch in der Fläche voranzutreiben.

Bei Heraeus waren die Impfungen am vergangenen Donnerstag (22. April) angelaufen. Die Nachfrage sei riesig gewesen, sagte Mertens. Die angebotenen Termine seien innerhalb von zwei Tagen ausgebucht gewesen, eine Nachrückerliste habe sich rasch mit 160 Interessenten gefüllt. Die Impfungen seien selbstverständlich freiwillig, «wir wollen keinen Druck ausüben», betonte der leitende Werksarzt. Es gebe aber praktisch niemanden in der infrage kommenden Personengruppe, der keine Impfung haben wolle. Verabreicht würden die Impfstoffe der drei Anbieter Biontech, Astrazeneca und Moderna. Auch nach den Impfungen blieben die Corona-Schutzmaßnahmen wie Maskenpflicht, Abstands- und Hygieneregeln bestehen.

Heraeus hat alleine in Hanau rund 3000 Beschäftigte, im gesamten Rhein-Main-Gebiet sind es an mehreren Standorten knapp 5000. Im Geschäftsjahr 2019 arbeiteten für den Konzern mit 22,4 Milliarden Euro Jahresumsatz rund 14 900 Menschen in 40 Ländern.

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