Fischer: Reform der Champions League wird nicht helfen

25.04.2021 Eintracht Frankfurts Präsident Peter Fischer rechnet nach der gerade erst beschlossenen Reform noch mit weiteren Änderungen an der Champions League. «Richtig ist, dass die Reform der Champions League nichts ist, was uns wahnsinnig helfen wird. Es werden doch wieder andere Ideen kommen, um die Gelddruckmaschine Fußball in irgendeiner Form zu nutzen», sagte der Vereinschef der Hessen im ZDF-«Sportstudio» in der Nacht zu Sonntag. «Ich denke, dass man an der Reform bestimmt noch einmal schrauben wird.»

Eintracht Frankfurts Präsident Peter Fischer spricht bei einer Mitgliederversammlung von Eintracht Frankfurt. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In der Champions League werden nach einer Entscheidung des Exekutivkomitees der Europäischen Fußball-Union ab 2024 36 statt 32 Teams spielen, jede Mannschaft wird zehn statt sechs Gruppenspiele absolvieren. Fischer kritisierte deutlich die vorerst gescheiterten Pläne von zwölf europäischen Topclubs zur Gründung einer eigenen Super League. «Diese elitäre Klasse von Vereinen, die ihre finanzielle Misswirtschaft ausgleichen wollen, indem sie eine Gelddruckmaschine erfinden und das unter Fußball-Super-League tarnen, das ist das eine, das geht überhaupt nicht», sagte der 65-Jährige. «Das war schlecht gedacht und schlecht gemacht.» Acht der zwölf beteiligten Gründungsmitglieder haben inzwischen Abstand vom Konkurrenzprojekt zur Champions League der UEFA genommen.

Der Fußball gehöre den Fans, sagte Fischer. «Wenn der Fußball vorbeigeht an den Fans, wenn er seine Identität verliert und auch den Sinn, warum Fußball gespielt wird, von den Kindern, der Begeisterung, der Symbole, wer das negiert und nichts anderes macht als «wie kann ich Geld in meine Clubs bekommen», mit diesem Prinzip wird Fußball nicht mehr funktionieren.»

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