Polizei zieht bei «Speedmarathon» mehrere Raser aus Verkehr

22.04.2021 Beim europaweiten Verkehrs-Aktionstag «Speedmarathon» hat die hessische Polizei zahlreiche Raser erwischt. Von 6.00 bis 22.00 Uhr am Mittwoch waren mehr als 500 Polizisten und Mitarbeiter von Kommunen an landesweit mehr als 200 Messstellen präsent. Überwiegend seien die Geschwindigkeitsbegrenzungen eingehalten worden, erklärte die Polizei am Donnerstag in ihrer Bilanz. 93 Fahrer waren allerdings so schnell unterwegs, dass sie für mindestens vier Wochen auf ihren Führerschein verzichten müssen.

Mit einem Lasermessgerät misst ein Polizist die Geschwindigkeit herannahender Fahrzeuge. Foto: Boris Roessler/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Wiesbaden beschleunigte ein Autofahrer bei erlaubten 50 auf 129 Kilometer je Stunde, an anderer Stelle erreichte ein Fahrzeugführer 126 Stundenkilometer, wie die Polizei berichtete. In einer 30er Zone in Hanau hatte ein Autofahrer nach Feststellung der Beamten eine 64 auf dem Tacho. Ein Kurierfahrer mit Corona-Proben an Bord wurde im Lahn-Dill-Kreis statt mit 100 mit 137 Kilometern je Stunde unterwegs.

In Frankfurt fiel einer Zivilstreife der Einheit Autoposer, Raser, Tuner (KART) ein Fahrer auf, der statt erlaubter 80 auf über 200 Kilometer je Stunde beschleunigte. Am Ende des vermeintlichen innerstädtischen Rennens reckte der Beifahrer einen ausgestreckten Mittelfinger in Richtung der Beamten. «Die Stimmung schlug schlagartig um, als die Polizisten den Wagen, den Führerschein des Fahrers sowie das Mobiltelefon des Beifahrers sicherstellten», heißt es dazu im Polizeibericht.

Landesweit hätten rund 210 000 Fahrzeuge die zuvor bekanntgegebenen Messstellen passiert, mehr als 7000 zu schnell; 5806 bis zu 20 Stundenkilometer, sie müssen ein Verwarnungsgeld bis 35 Euro zahlen. Ein Bußgeld zwischen 70 und 120 Euro sowie ein Punkt erwartet 917 Fahrer. Mehrere Verstöße gab es gegen das Handyverbot am Steuer. Im Landkreis Gießen wurde ein Auto mit 70 Mängeln stillgelegt, darunter eine defekte Bremsleitung. Der alljährliche Aktionstag soll auf zu schnelles Fahren als Hauptursache schwerer Unfälle hinweisen.

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