«Extrem bitter»: Darmstadt muss um Klassenerhalt zittern

05.04.2021 Viele Chancen, wenig zugelassen: Eigentlich hätte es gegen die Fortuna keine Niederlage für Darmstadt setzen müssen. Die Profis sind enttäuscht, das Polster nach unten sieht nicht besonders komfortabel aus. Es wird ein ungemütlicher Saisonendspurt für die Hessen.

Darmstadts Serdar Dursun (l) und Düsseldorfs Luka Krajnc kämpfen um den Ball. Foto: Thomas Frey/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Déjà-Vu für Fußball-Zweitligist SV Darmstadt 98: Bei der 1:2 (1:1)-Niederlage am Sonntag gegen Fortuna Düsseldorf hatten die Südhessen wie schon häufiger in dieser Saison mehr Spielanteile und die besseren Chancen als der Gegner, standen am Ende aber mit leeren Händen da. Nach dem Rückschlag müssen die Hessen nun kräftig um den Klassenerhalt zittern.

Der Vorsprung auf Relegationsplatz 16 beträgt nur sechs Punkte. Außerdem haben sowohl der VfL Osnabrück als auch Eintracht Braunschweig (jeweils 26 Zähler) noch ein Nachholspiel und könnten damit weiter auf Darmstadt (32) aufholen.

«Es hat absolut nicht die bessere Mannschaft gewonnen. Wir lassen zwei Chancen zu und verlieren dieses Spiel. Es tut wahnsinnig weh, weil wir uns eigentlich mit drei Punkten hätten belohnen müssen», klagte Verteidiger Immanuel Höhn nach der ersten, aber vermeidbaren Niederlage seit Februar. «Deswegen ist das extrem bitter.»

Die Tore für die Düsseldorfer hatten Luka Krajnc (20.) und Dawid Kownacki (62.) erzielt. Aufseiten der Südhessen traf lediglich Serdar Dursun (37./Foulelfmeter). «Es war heute so wie in vielen Phasen der Saison, deshalb tut es so wahnsinnig weh», meinte Höhn. Kapitän Fabian Holland fasste es ein Stück weit ratlos zusammen: «Es ist schwer, eine große Klappe zu haben, wenn du beide Spiele gegen eine Mannschaft verlierst. Sie haben aus wenigen Torchancen viel gemacht.»

Die 98-Profis erinnerten sich unisono daran, dass schon die 2:3-Niederlage in der Hinserie in Düsseldorf ähnlich verlief. Nicht gerade Mut macht im Kampf um den Zweitliga-Verbleib auch das Restprogramm. Die «Lilien» müssen an den letzten sieben Spieltagen noch unter anderem gegen die ersten vier Teams der Tabelle ran.

Am Anfang steht dabei das Gastspiel beim Liga-Zweiten Hamburger SV am Freitag (18.30 Uhr). «Wir wussten auch vor dem Spiel, dass wir ein schweres Programm vor der Brust haben und Punkte brauchen», sagte Trainer Markus Anfang» und übte sich in Zweckoptimismus: «Die Situation hat sich für uns nicht verändert. Wir haben im Hinspiel gegen den HSV ein ordentliches Spiel gemacht, dann in Unterzahl das Tor bekommen. Da hätten wir auch einen Punkt verdient gehabt.»

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