90 Prozent der Hamburger Lehrkräfte sind geimpft

28.10.2021 Die Schulen sind ein sensibler Bereich in der Pandemie: Viele noch ungeimpfte Menschen treffen dort in geschlossenen Räumen aufeinander. Während junge Schüler noch gar nicht geimpft werden können, war lange unklar, wie hoch die Quote bei den Lehrern ist. Das ist nun anders.

Eine Mitarbeiterin eines Impfteams überprüft eine Spritze mit einem Impfstoff. Foto: Thomas Frey/dpa Pool/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

90 Prozent der Hamburger Lehrerinnen und Lehrer sind gegen Corona geimpft oder nach einer Infektion genesen. Das geht aus einer Abfrage an den 347 allgemeinbildenden Schulen hervor, wie die Schulbehörde am Donnerstag mitteilte. Bei allen weiteren Beschäftigten liege die Impfquote ebenfalls sehr hoch, so dass von einer Impfquote von 88,4 Prozent für alle an den Schulen Tätigen ausgegangen werden könne. Da nicht alle Beschäftigten bei der anonymisierten Abfrage berücksichtigt worden seien, liege die tatsächliche Quote möglicherweise auch noch höher.

Schulsenator Ties Rabe (SPD) sprach von einer guten Nachricht. «Das erhöht die Sicherheit der Schulen und zeigt gleichzeitig, dass Hamburgs Lehrkräfte und andere Schulbeschäftigte vernünftig mit der Impffrage umgehen.»

Vollständig geimpft, einmal geimpft oder genesen sind den Angaben zufolge bei den Lehrkräften inklusive der Vorschulkräfte 90 Prozent, beim pädagogisch-therapeutischen Fachpersonal 84,18 Prozent, bei den Lehrkräften im Vorbereitungsdienst 83,13 Prozent und beim administrativen, technischen und unterstützenden Personal - beispielsweise den Verwaltungsangestellten im Schulbüro - 88,18 Prozent. Die niedrigste Quote wiesen mit 81,65 Prozent diejenigen Lehrkräfte auf, die befristet in Teilzeit tätig sind.

Für die Impfquoten-Abfrage hatten die Schulen laut Behörde bis zum 21. Oktober Rückmeldungen für insgesamt 22 190 Beschäftigte gegeben. Für 2574 Personen oder 11,6 Prozent konnten keine Angaben gemacht werden. Impfangebote für Berufsschüler gibt es bereits seit dem 10. August. Die Angebote für Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahre, mit denen am 27. August begonnen wurde, würden in den nächsten Wochen sukzessive gemacht, hieß es.

Die Hamburger Schulen waren am Montag vor zwei Wochen nach den Herbstferien wieder mit Präsenz-, Masken- und Testpflicht gestartet. Wer sich im Schulgebäude aufhält, muss Maske tragen. Außerdem müssen sich die Schüler zwei Mal pro Woche mit einem Antigen-Schnelltest auf Corona testen. Weiteren Infektionsschutz sollen ein Lüftungskonzept und die geplante Ausstattung aller Klassenräume mit Lüftungsgeräten bieten.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News