Beckurts-Preis geht an Forscher Vasilis Ntziachristos

11.10.2021 Der Münchner Vasilis Ntziachristos beschäftigt sich mit biomedizinischer Bildgebung. Dank seiner Forschung könnten Menschen mit Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen besser geheilt werden. Nun ist er mit einem Forschungspreis ausgezeichnet worden.

Vasilis Ntziachristos sitzt in einem Labor an einem Computer. Foto: picture alliance / Sven Hoppe/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Dank ihm gibt es eine völlig neuartige Form der Ultraschall-Tomographie: Für die Erforschung dieser einzigartigen Technologie zur Diagnose von Krebs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist der Münchner Vasilis Ntziachristos am Montag in Hamburg mit dem Karl-Heinz-Beckurts-Preis 2021 ausgezeichnet worden. Mit dieser Pionierarbeit auf dem Gebiet der biomedizinischen Bildgebung könnten auch für viele Menschen die Heilungschancen erhöht werden, teilte die gleichnamige Stiftung am Montag mit. Der renommierte Forschungspreis ist mit 30.000 Euro dotiert.

Konkret geht es bei Ntziachristos' Forschungen um die sogenannte Multispectral Optoacoustic Tomography-Technologie, die mit Laserlicht und Ultraschall - also mit optischer und akustischer Bildgebung - arbeitet. Die Jury bewerte diese Arbeit als «bahnbrechend». Ntziachristos ist Leiter des Instituts für Biologische und Medizinische Bildgebung am Helmholtz Zentrum München und Professor an der Technischen Universität München.

Von der Karl-Heinz-Beckurts-Stiftung wurden zudem erstmals Ehrenmedaillen vergeben. Die gingen an die mRNA-Impfstoff-Pioniere Uğur Şahin und Dr. Özlem Türeci (BioNTech) sowie CureVac-Gründer Dr. Ingmar Hoerr. «Es ist fantastisch, was sich allein in Deutschland in der mRNA-Impfstoff-Forschung getan hat und wir freuen uns, so herausragende Forschende wie Uğur Şahin, Özlem Türeci und Ingmar Hoerr zu ehren. Sie haben nicht nur großen Forschungsgeist, sondern auch mutiges Unternehmertum bewiesen», sagte der Vorsitzende der Stiftung, Christian Stegmann, laut Mitteilung dazu. «Welchen Einfluss ihre Arbeiten für die Menschheit haben, werden wir in seiner ganzen Dimension wohl erst in Zukunft beurteilen können. Aber schon heute wissen wir, dass sie der gesamten Welt einen Weg aus der Pandemie gewiesen haben.»

Der Preis ist dem deutschen Physiker und Manager Karl Heinz Beckurts (1930-1986) gewidmet und wird seit 1989 von der gleichnamigen Stiftung für herausragende wissenschaftliche und technische Leistungen vergeben, die auch wirtschaftlich bedeutend werden.

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