CDU: Mit Blick auf Mandate relativ glimpflich davongekommen

27.09.2021 Angesichts massiver Stimmenverluste der CDU bei der Bundestagswahl hat sich der Hamburger Landesvorsitzende Christoph Ploß erfreut über die verbliebenen drei Hamburger Mandate für seine Partei gezeigt. Dass der Eimsbütteler Rüdiger Kruse nicht erneut in den Bundestag einziehe, sei zwar ein schmerzhafter Verlust für die Hamburger Landesgruppe, sagte er am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Allerdings sei infolge der bundesweiten Stimmenverluste der Wegfall eines weiteren Mandats zu befürchten gewesen, «so dass wir mit Blick auf die Hamburger Mandate noch relativ glimpflich davongekommen sind.»

Hamburger Landesvorsitzende Christoph Ploß (CDU). Foto: Markus Scholz/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ploß löste sein Ticket nach Berlin über die Spitzenkandidatur auf der Landesliste. 2017 war er in Nord noch direkt gewählt worden. Auch Franziska Hoppermann und Christoph de Vries erhielten ihre Mandate über die Landesliste, wo sie auf den Plätze zwei und drei standen.

Bislang war die Hamburger CDU mit vier Abgeordneten im Bundestag vertreten. Bei der Wahl am Sonntag hatte sie in Hamburg knapp 12 Prozentpunkte verloren und mit nur noch 15,5 Prozent ihr historisch schlechtestes Ergebnis eingefahren - ebenso wie im Bund. «Dieses Wahlergebnis ist bitter und eine Wahlniederlage für die Union», sagte Ploß. «Selbst das Minimalziel, vor der SPD stärkste Kraft zu werden, haben wir verfehlt.» Ein «Weiter so» dürfe es deshalb nicht geben.

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