Wieder hohe Wahlbeteiligung in Hamburg

26.09.2021 Die Hamburger drängt es an die Urnen. Bis 16.00 Uhr machten bereits 73,5 Prozent der Wahlberechtigten ihre Kreuze für die Bundestagswahl. 2017 hatten insgesamt 76 Prozent abgestimmt.

Ein Wähler wirft im Wahllokal seinen Stimmzettel in eine Wahlurne. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bei der Bundestagswahl in Hamburg zeichnet sich eine ähnlich hohe Wahlbeteiligung wie vor vier Jahren ab. Bis 16.00 Uhr machten nach Angaben der Behörden bereits 73,5 Prozent der Wahlberechtigten ihre Kreuze. Diese Zahlen sind inklusive 39,2 Prozent Briefwahlbeteiligung, wie der Landeswahlleiter mitteilte. 2017 lag die Beteiligung zum Ende bei 76 Prozent.

An 1268 über die Stadt verteilten Stellen war bis 18.00 Uhr die Urnenwahl möglich, vielerorts auch barrierefrei. In den Wahllokalen galten Maskenpflicht und 1,50 Meter Mindestabstand. Aus Gründen des Infektionsschutzes hatte die Landeswahlleitung die Wähler aufgefordert, neben Personalausweis und Maske nach Möglichkeit auch einen Kugelschreiber mitzubringen.

Zur Wahl aufgerufen waren in Hamburg insgesamt 1,3 Millionen Menschen. Sie konnten sich mit ihren beiden Stimmen zwischen den Landeslisten von 22 Parteien und insgesamt 72 Direktkandidaten in den sechs Wahlkreisen entscheiden. Landeswahlleiter Oliver Rudolf rechnete damit, dass dieses Mal gut die Hälfte der Wähler per Brief abstimmt.

Die CDU war bei der Bundestagswahl 2017 in Hamburg mit 27,2 Prozent stärkste Kraft geworden, vor der SPD mit 23,5, den Grünen mit 13,9, der Linken mit 12,2, der FDP mit 10,8 und der AfD mit 7,8 Prozent. Derzeit ist die Hansestadt mit 16 Abgeordneten im Bundestag vertreten: 5 von der SPD, 4 von der CDU, jeweils 2 von Grünen, FDP und Linken sowie einem von der AfD.

Die letzten Umfragen sahen diesmal die Sozialdemokraten von Ex-Bürgermeister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz in der Stadt vorn, dahinter etwa gleichauf Grüne und CDU. Während die FDP auf Zuwächse hoffen konnten, zeichneten sich für Linke und AfD Verluste ab.

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