Seeleute leiden immer noch unter Corona-Beschränkungen

17.09.2021 Wegen der Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie müssen Seeleute oftmals auf Landgänge während ihres Einsatzes verzichten und deutlich längere Fahrtzeiten in Kauf nehmen. Manche Reedereien verböten Schiffsbesatzungen, an Land zu gehen - aus Angst, dass sie das Coronavirus an Bord bringen, sagt Verdi-Gewerkschaftssekretärin Susana Ventura: «Das ist nicht akzeptabel und rechtlich fragwürdig.» In anderen Fällen seien es Länder, die einen Zutritt selbst in medizinischen Notfällen verweigerten.

Eine Warnweste mit der Aufschrift «ver.di». Foto: Tom Weller/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Erschwerend komme hinzu, dass die Seeleute wegen der Pandemie länger als vertraglich vereinbart an Bord blieben, weil der Crewwechsel nicht rechtzeitig klappe. «In vielen Länder gibt es Reisebeschränkungen für Seeleute aufgrund ihrer Nationalität», sagt Bianca Frömming, Vizepräsidentin des Verbandes Deutscher Kapitäne und Schiffsoffiziere. Für einen deutschen Seemann sei es deutlich einfacher zu reisen, als für einen indischen.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Empfehlungen der Redaktion

Regional hamburg & schleswig holstein

News Regional Hamburg & Schleswig-Holstein: Schifffahrtsbehörde BSH: Seeleute sind systemrelevant

Regional hamburg & schleswig holstein

News Regional Hamburg & Schleswig-Holstein: Odyssee kiribatischer Seeleute geht weiter: Einer gestorben

Regional hamburg & schleswig holstein

News Regional Hamburg & Schleswig-Holstein: Impfstart für Seeleute: Hamburg will Signal aussenden