Mobile Luftfilter in Gerichtssälen gegen Corona

11.08.2021 Gerichtsverhandlungen können lange dauern und dazu führen, dass viele Menschen in einem Saal sitzen müssen. In den Hamburger Gerichten gelten deshalb strenge Corona-Vorgaben. Luftfilter sollen nun zusätzlichen Schutz bieten.

Zahlreiche Stühle für Prozessbesucher in einem Saal des Landgerichts sind aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen mit Flatterband gesperrt. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Vor dem Hintergrund stark steigender Corona-Infektionszahlen sollen mobile Luftfilter die Prozessbeteiligten in Hamburger Gerichtssälen vor Ansteckungen schützen. Zurzeit würden rund 50 Geräte beschafft, sagte Justizsenatorin Anna Gallina (Grüne) der Deutschen Presse-Agentur. «Die Luftreiniger ergänzen die bestehenden Bausteine im Kampf gegen Corona: Testen und Impfen, Lüften und CO2-Messgeräte, Abstände und Trennwände, Masken und Hygieneregeln.» Die bisherigen Maßnahmen hätten sich bewährt. «Mit den Geräten schaffen wir für Räume, in denen sich viele Menschen aufhalten, und Räume mit vergleichsweise begrenztem Platzangebot eine zusätzliche Absicherung.»

Gut 90.000 Euro stünden für die Luftreiniger zur Verfügung. Anders als für die Beschaffung der Geräte für die Schulen gebe es bei den Gerichten aber keine Bundesmittel. Die Luftreiniger sollen ab Mitte September schrittweise eingesetzt werden. In Kürze beginnt ein Probebetrieb.

Wo genau die Geräte aufgestellt eingesetzt, legen Behörde, Gerichtsverwaltungen und Richter- und Personalräte gemeinsam fest, primär aber im Strafjustizgebäude. Dort werde im Bereich des Landgerichts mit teils mehr als 50 Personen und oft über einen längeren Zeitraum verhandelt, hieß es. Auch sei es in den Räumen, in denen Gefangene den Ermittlungsrichtern zugeführt werden, wegen des begrenzten Platzangebots nicht immer möglich, die notwendigen Abstände einzuhalten.

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