Elf Badetote 2021 bisher in Schleswig-Holstein

05.08.2021 In Schleswig-Holstein sind in den ersten sieben Monaten des Jahres elf Menschen beim Baden ums Leben gekommen - darunter mehrere Kinder. Das sind vier Badetote weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, teilte die Deutsche Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG) am Donnerstag mit. Bundesweit ertranken den Angaben zufolge zwischen Januar und Juli 184 Menschen, vier weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Ein Rettungsschwimmer vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) beobachtet die Badegäste im Wasser eines Sees. Foto: Patrick Pleul/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Gestiegen ist laut DLRG die Zahl der tödlichen Badeunfälle insgesamt in der Ostsee. Dort ertranken bis Ende Juli 15 Menschen, an der Nordsee gab es einen Badetoten. Im Vorjahr ertranken sieben Menschen in der Ostsee und drei in der Nordsee. 

Drei Fälle aus diesem Jahr in Schleswig-Holstein: Ende Juli ertrank eine Frau beim Schwimmen in der Nordsee südwestlich von Husum (Kreis Nordfriesland). Im Juni starb ein zehnjähriges Mächen in der Ostsee vor Travemünde. Ebenfalls im Juni geriet bei Kollmar ein neun Jahre altes Mädchen beim Baden in der Elbe in eine Strömung - einige Tage später wurde ihre Leiche gefunden.

Insgesamt gab es nach Angaben der DLRG die meisten tödlichen Badeunfälle in diesem Jahr bislang in Bayern (29), gefolgt von Baden-Württemberg (23) und Mecklenburg-Vorpommern (21). 

Ob Strömungen in Flüssen, gesundheitsgefährdende Temperaturschwankungen in Seen, plötzliche Tiefenunterschiede in Kiesgruben, schlechte Schwimmfertigkeiten, Selbstüberschätzung - beim Baden lauern viele Gefahren.

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