Impfaktion für Schüler: CDU fordert Angebot für alle über 12

30.07.2021 Die Impfquote ist bei jungen Menschen noch relativ niedrig. Hamburgs Schulbehörde will daran etwas mit Impfaktionen an den Berufsschulen ändern. Der CDU geht das nicht weit genug.

Eine Mitarbeiterin eines Impfteams überprüft eine Spritze mit einem Impfstoff gegen Covid-19. Foto: Thomas Frey/dpa Pool/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Um mehr junge Menschen mit einem Impfangebot gegen Corona zu schützen, soll es in den nächsten Wochen an den Hamburger Berufsschulen mobile Impfaktionen geben. Den Auftakt mache am 10. und 12. August die Berufliche Schule Eidelstedt, teilte Schulsenator Ties Rabe (SPD) am Freitag mit. Die mobile Aktion werde gemeinsam mit der Gesundheitsbehörde und dem Deutschen Roten Kreuz vorbereitet und solle den Auftakt für weitere niederschwellige Impfangebote an den berufsbildenden Schulen im ganzen Stadtgebiet bilden. Die CDU forderte eine Aktion für alle Schüler ab 12 Jahren.

«Das Angebot soll die bereits bestehenden Impfangebote im Impfzentrum, bei Betriebsärzten oder niedergelassenen Ärzten niedrigschwellig ergänzen», sagte Rabe. Mehrere berufsbildende Schulen hätten bereits Interesse signalisiert. «Das freut mich sehr, denn so könnten wir viele der rund 48.000 Schülerinnen und Schüler unserer 30 staatlichen berufsbildenden Schulen erreichen.»

Alle volljährigen Schülerinnen und Schüler könnten das mobile Angebot direkt in Anspruch nehmen. 16- und 17-Jährige bräuchten eine Einverständniserklärung ihrer Eltern. Für die Erst- und Zweitimpfungen sei jeweils der Impfstoff von Biontech/Pfizer vorgesehen.

Der CDU geht die Initiative der Schulbehörde nicht weit genug. «Auch Hamburgs Schülerinnen und Schüler ab 12 Jahren sollte ein entsprechendes Impfangebot unterbreitet werden», sagte die Bildungsexpertin der Fraktion, Birgit Stöver. «Viele Hamburger Eltern wünschen sich die Impfung und können dies auch sehr gut eigenverantwortlich entscheiden.» Es müsse Impfangebote an allen Schulen geben, «um so viel Präsenzunterricht wie möglich im neuen Schuljahr zu gewährleisten».

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