Flensburg ist Schleswig-Holsteins Blitzhauptstadt

29.07.2021 Blitze sehen oft großartig aus - können aber auch gefährlich sein. Im vergangenen Jahr schlugen mehr als 17.300 Blitze in Schleswig-Holstein ein. Regional gab es durchaus Unterschiede.

Ein Blitz erhellt den Nachthimmel. Foto: Tobias Hartl/Vifogra/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Flensburg ist Schleswig-Holsteins Blitzhauptstadt 2020. 3,77 Einschläge gab es dort im vergangenen Jahr pro Quadratkilometer - mehr als in jedem anderen Stadt- oder Landkreis im nördlichsten Bundesland, wie aus Messungen des Blitz-Informationsdienstes von Siemens hervorgeht. Im vergangenen Jahr führte Lübeck mit 2,5 Einschlägen pro Quadratkilometer das Ranking im Norden an. Auf den weiteren vorderen Plätzen im Norden führt der am Donnerstag veröffentlichte Blitzatlas 2020 die Kreise Ostholstein und Plön mit jeweils 1,71 Blitzen pro Quadratkilometer. Die geringste Dichte an Einschlägen in Schleswig-Holstein verzeichnete der Kreis Nordfriesland mit 0,52 Einschlägen pro Quadratkilometer.

Insgesamt gab es in Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr 17.340 Einschläge, was 1,1 Einschlägen pro Quadratkilometer Fläche entspricht. 2019 gab es nur rund 12.180 Einschläge (0,78 Einschläge pro Quadratkilometer). Allerdings war 2019 ein ausgesprochen blitzarmes Jahr.

Eine besonders hohe Blitz-Dichte gab es im Bundesvergleich in den Städten Wolfsburg mit 5,8 Einschlägen pro Quadratkilometer, Kempten im Allgäu (5,1) und dem Kreis Miesbach in Bayern(4,7). Am geringsten war die Dichte in Coburg mit 0,02 Einschlägen pro Quadratkilometern. Hier schlug der Blitz im gesamten Jahr nur einmal ein.

Deutschlandweit gab es 2020 knapp 400.000 Einschläge - gut 70.000 mehr als 2019. 2007 beispielsweise gab es mehr als eine Million Einschläge. Für so hohe Werte war es vergangenes Jahr allerdings zu trocken: Gewitter bilden sich typischerweise bei hohen Temperaturen und Feuchtigkeit.

Die Blitze werden mit Hilfe von rund 160 miteinander verbundenen Messstationen in Europa gemessen. Obwohl zwischen den Sensoren bis zu 350 Kilometer liegen, können die Blitzeinschläge damit auf bis zu 50 Meter genau ermittelt werden.

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