Fraktionschefin Midyatli im Duell um Wahlkreis-Kandidatur

28.07.2021 Wird das sogar spannend? SPD-Landtagsfraktionschefin Midyatli will in Kiel Direktkandidatin zur Landtagswahl werden. Sie hat einen Gegenkandidaten mit wohl einigem Rückhalt an der Basis. Am Sonntag fällt die Entscheidung.

Serpil Midyatli (SPD), Landes- und Fraktionsvorsitzende der SPD in Schleswig Holstein. Foto: Axel Heimken/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die SPD in der Landeshauptstadt Kiel nominiert an diesem Sonntag ihre drei Wahlkreis-Direktkandidaten zur Landtagswahl im Mai nächsten Jahres. Dabei tritt die Landes- und Fraktionsvorsitzende Serpil Midyatli für den Wahlkreis Kiel-Ost an. Die 45-Jährige hat mit Nesimi Temel einen Gegenkandidaten. Der 45-Jährige gehört der Kieler Ratsversammlung an und hat nach Informationen aus Parteikreisen einen beachtlichen Unterstützerkreis. Die SPD hat in dem Wahlkreis etwa 320 Mitglieder. Sie alle dürfen am Sonntag mit entscheiden, sofern sie in dem Wahlkreis wohnen und zur Landtagswahl stimmberechtigt sind.

Midyatli hatte den «Kieler Nachrichten» gesagt, falls sie bei der Wahlkreis-Nominierung unterliege, werde sie nicht für den Landtag kandidieren. Dies wäre ansonsten noch theoretisch über die Landesliste möglich. Diese will die Nord-SPD im Februar nächsten Jahres aufstellen. Wahlkreisnominierungen laufen bei ihr noch bis nach der Bundestagswahl. «Ich bin überzeugt: In einer Demokratie braucht man in einer Spitzenfunktion auch das Vertrauen vor Ort», sagte Midyatli den «Kieler Nachrichten» Anfang Juli.

Am Sonntag entscheidet die SPD auch in den Wahlkreisen Kiel-Nord und Kiel-West über die Direktkandidaten zur Landtagswahl. Dort gibt es ebenfalls Kampfabstimmungen.

Vor einem Vierteljahrhundert, im Juni 1995, war schon einmal ein SPD-Landtagsfraktionschef an einem Gegenkandidaten im Wahlkreis gescheitert: Gert Börnsen unterlag zur Landtagswahl 1996 während einer Krise der Partei im Zuge der sogenannten Schubladenaffäre dem späteren Fraktionsvize Jürgen Weber. Für Börnsen bedeutete dies das plötzliche Ende seiner politischen Karriere. Er arbeitete danach für die Telekom.

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