Ministerium: Zehntausende warten auf Impftermine

08.07.2021 Mit seiner Corona-Impfquote steht der Norden im Ländervergleich gut da. Der Andrang auf die Impfzentren ist dabei regional unterschiedlich. Die Impfangebote sind mittlerweile sehr vielfältig. Auch in Hochschulen und auf Bauernhöfen wird geimpft.

Eine Corona-Schutzimpfung wird durchgeführt. Foto: Sven Hoppe/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das Gesundheitsministerium in Kiel beobachtet momentan keine Corona-Impfmüdigkeit in Schleswig-Holstein. Derzeit gebe es im Land noch 53.000 Menschen, die sich in Impfzentren registriert haben und Termine erhalten möchten, teilte das Ressort am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Dabei seien die Impfzentren unterschiedlich ausgelastet. Die Wahrscheinlichkeit, kurzfristig einen Termin zu bekommen, sei aktuell besonders in Neumünster und in Brunsbüttel relativ hoch.

Das Corona-Impfangebot an den Hochschulen wird offenkundig rege angenommen. Die Rückmeldungen seien durchweg positiv, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums der dpa. Zum ersten Termin am Dienstag an der Fachhochschule Kiel seien 100 Studierende gekommen. Am Mittwoch seien es an der Christian-Albrechts-Universität bis 16.00 Uhr ebensoviele gewesen.

Insgesamt wurden den Angaben zufolge bis Mittwochnachmittag in Kiel an beiden Standorten zusammen etwa 260 Impfungen vorgenommen, in Wedel 88. Laut Bildungsministerium könnten die Teams an den Hochschulen täglich insgesamt etwa 150 Impfungen schaffen. Die Aktion mit den Impfstoffen von Moderna und Johnson & Johnson ist noch bis Dienstag nächster Woche angesetzt.

Schleswig-Holstein setze seit einigen Wochen auf niedrigschwellige Impfangebote, sagte der Ministeriumssprecher. So impften mobile Teams auch gezielt Erntehelfer. In Wohnvierteln können sich bei «Quartiersimpfungen» auch Menschen mit einer Impfung schützen, die das sonst möglicherweise nicht tun würden. Bei sogenannten Open-House-Aktionen kann man sich in einigen Impfzentren auch ohne Termin impfen lassen. Impfungen in Fußgängerzonen sind laut Ministerium derzeit nicht geplant.

Im Norden wurden bis einschließlich Mittwoch 61,1 Prozent der Bewohner mindestens einmal gegen Corona geimpft. Das bedeutet im Ländervergleich Platz 3. Bei den vollständig Geimpften steht das Land mit einer Quote von 42,2 Prozent auf Rang 4. Die Zahl der Neuinfektionen ist im Land zuletzt mit 31 neuen Fällen leicht auf 3,9 pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gestiegen. In fünf Ländern war der Wert noch niedriger.

Während in Hamburg jetzt auch 16- und 17-Jährige Angebote im Impfzentrum bekommen sollen, ist dies in Schleswig-Holstein bereits seit längerem der Fall.

Die Kassenärztliche Vereinigung verzeichnet nach ihren Beobachtungen in den Hausarztpraxen bisher keinen generellen Rückgang des Interessen am Impfen. Dies werde aber nicht zahlenmäßig erfasst und ausgewertet. Hoch sei in den Praxen nach der jüngsten Empfehlung der Ständigen Impfkommission die Nachfrage nach Zweitimpfungen mit Biontech statt Astrazeneca.

© dpa-infocom GmbH

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