Rückschlag bei Curevac ohne direkte Folgen im Norden

17.06.2021 Die Probleme des Corona-Impfstoffkandidaten von Curevac haben akut keine Auswirkungen auf Schleswig-Holsteins Impfkampagne. «Die Meldungen sind ein Rückschlag für die gemeinsamen Anstrengungen der Europäischen Union sowie von Bund und Ländern, noch mehr Tempo in die Impfkampagne zu bringen», sagte Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) am Donnerstag in Kiel der Deutschen Presse-Agentur. «Ich hatte mir für das deutsche Unternehmen einen raschen Erfolg bei der Impfstoffforschung und Herstellung gewünscht, von dem viele Staaten weltweit profitieren können.»

Ein Schild mit dem Logo des biopharmazeutischen Unternehmens Curevac steht vor der Zentrale. Foto: Bernd Weißbrod/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Naturgemäß würden in der Impfkampagne nur derzeit von der Europäischen Arzneimittelbehörde zugelassene Impfstoffe genutzt und mit diesen geplant, sagte Garg. «Ich hoffe weiterhin, dass wir eine zusätzliche Impfstoffzulassung und damit einen weiteren Baustein der Impfkampagne in absehbarer Zukunft erhalten werden, vorausgesetzt, die entsprechende Fortschritte in der Impfstoffentwicklung erfolgen.»

Curevac hatte zuvor mitgeteilt, dass der eigene Impfstoffkandidat CVnCoV einer Zwischenanalyse zufolge nur eine vorläufige Wirksamkeit von 47 Prozent gegen eine Corona-Erkrankung «jeglichen Schweregrades» erzielt und damit nicht die vorgegebenen statistischen Erfolgskriterien erreicht hat. Curevac hatte lange Zeit als einer der Hoffnungsträger im international hart umkämpften Rennen um die Zulassung erster Corona-Impfstoffe gegolten.

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