Sieben-Tage-Inzidenz in Hamburg sinkt auf unter 30

27.05.2021 Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Hamburg inzwischen wieder auf dem Niveau von Anfang Oktober. Die Quote der Menschen, die mindestens eine Corona-Impfung erhalten haben, klettert auf fast 40 Prozent. Doch bei der Zahl der Toten gibt es traurige Nachrichten.

Ein Abstrich für das Testverfahren auf das Coronavirus. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Hamburg ist die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen auf unter 30 gesunken. Am Donnerstag kamen 79 neu nachgewiesene Fälle hinzu, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte (Stand: ca. 12.00 Uhr). Das sind 3 mehr als am Mittwoch, aber 66 weniger als am Donnerstag vor einer Woche. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen sank im Vergleich zum Vortag von 31,3 auf 27,9. Vor einer Woche hatte der Wert noch 42,65 betragen.

Das Robert Koch-Institut (RKI) gab auf Basis einer anderen Berechnungsmethode für Hamburg einen Wert von 25,4 an - nur Schleswig-Holstein (21,8) und Mecklenburg-Vorpommern (22,3) hatten niedrigere Werte.

Dem Institut zufolge haben 39,5 Prozent oder knapp 730 000 Hamburger mindestens eine erste Impfdosis erhalten; 14,9 Prozent oder mehr als 276 000 gelten demnach inzwischen als vollständig geimpft.

Die Zahl der seit Beginn der Pandemie an oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Hamburg gestorbenen Menschen bezifferte das RKI auf 1548 - 3 mehr als am Mittwoch genannt. Insgesamt haben sich in der Pandemie der Gesundheitsbehörde zufolge bisher nachweislich 76 014 Hamburger mit Sars-CoV-2 infiziert; 71 400 von ihnen gelten nach RKI-Angaben als genesen.

Hamburgs Hausärzte können aber mangels Impfstoffs kaum mehr Erstimpfungstermine anbieten. «Wir bekommen wenig bis gar keinen Impfstoff für Erstimpfungen», sagte die Vorsitzende des Hausärzteverbands Hamburg, Jana Husemann, der Deutschen Presse-Agentur. «Es gibt auch Praxen, die nicht einmal ausreichend Impfstoff für die anstehenden Zweitimpfungen bekommen haben.» So sei es fast unmöglich, Impfungen zu planen und Patienten einzubestellen.

Sechs Wochen nach dem Start der Impfungen in den Hausarztpraxen sind auch dort die ersten Zweitimpfungen mit den Impfstoffen von Biontech und Moderna fällig. Bei Astrazeneca beträgt der Abstand zwölf Wochen. Gleichzeitig werde vom Bund eine Erwartungshaltung geschürt, «dass alle bald ein Impfangebot bekommen, was mit dieser geringen Menge an Impfstoff momentan sicher nicht eingehalten werden kann», sagte Husemann.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörde wurden mit Stand Mittwoch 124 Patienten in Krankenhäusern behandelt (Dienstag: 129). 58 lagen auf der Intensivstation - im Vergleich zum Vortag waren das 4 Menschen weniger.

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