Mann rast auf Fußgänger zu: Ermittlungen aufgenommen

25.05.2021 Ein 37 Jahre alter Mann soll am Pfingstmontag in Malente (Kreis Ostholstein) versucht haben, mehrere Menschen zu überfahren. Der Mann soll am Morgen mit seinem SUV zunächst mit stark überhöhter Geschwindigkeit eine Schotterstraße entlang des Kellersees befahren haben und dabei auch gezielt über den Gehweg auf eine dreiköpfige Personengruppe zugefahren sein, wie Polizei und Staatsanwaltschaft Lübeck am Dienstag mitteilten. Er habe versucht, diese zu überfahren.

Ein Schild, auf dem «Polizei» steht, hängt an einer Wache. Foto: Fabian Strauch/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ein 31-jähriger Mann konnte demnach durch einen Sprung zur Seite im letzten Moment ausweichen, ein 33-Jähriger sowie dessen 34 Jahre alte Ehefrau brachten sich hinter ihrem geparkten Fahrzeug in Sicherheit. Gegen den Mann wurd nun wegen des Verdachts des versuchten Totschlags ermittelt.

Aufgrund von Hinweisen, dass der 37-jährige Mann im Besitz von Waffen sei, wurde der Bereich um das Haus großräumig abgesperrt und es wurden aus Sicherheitsgründen Beamte des Spezialeinsatzkommandos Schleswig-Holstein hinzugezogen. Der Mann konnte am Montagmittag festgenommen werden. Er wurde in eine psychiatrische Fachklinik gebracht, da er sich den Angaben zufolge in einem psychischen Ausnahmezustand befunden hatte. In dem Haus stellten die Beamten eine Vielzahl von Hieb-und Stichwaffen sicher.

Nach vorläufiger Einschätzung eines psychiatrischen Sachverständigen leidet der Beschuldigte unter einer psychischen Erkrankung und es sind dringende Anhaltspunkte dafür vorhanden, dass seine Schuldfähigkeit zumindest erheblich vermindert war. Auch gehe krankheitsbedingt die Gefahr weiterer erheblicher rechtswidriger Taten von ihm aus. Die Staatsanwaltschaft hat daher die einstweilige Unterbringung des Beschuldigten in einem psychiatrischen Krankenhaus beantragt. Der Ostholsteiner sollte am Dienstagnachmittag dem Haftrichter vorgeführt werden.

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