Tatverdächtiger stellt sich nach Schüssen in Dänischenhagen

20.05.2021 Zwei Menschen werden in Dänischenhagen bei Kiel erschossen. Die Polizei geht von einer Tat im persönlichen Umfeld aus und sucht mit Hochdruck nach dem Täter. Am Abend stellt sich der Verdächtige.

Polizisten bereiten sich vor einem Gebäude im Brauereiviertel der Stadt auf ihren Einsatz vor. Foto: Frank Molter/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach den tödlichen Schüssen auf zwei Menschen in Dänischenhagen bei Kiel will die Polizei am Donnerstag nähere Angaben zu Täter und Opfern machen. Der 47 Jahre alte Tatverdächtige hatte sich am Mittwochabend in Hamburg gestellt. Das teilte die Polizei mit. Der Verdächtige soll aus dem Umfeld der Getöteten stammen.

Während Fahndung und Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft noch in vollem Gange waren, kam gegen 20.30 Uhr ein Anruf aus dem Hamburger Landeskriminalamt. Hier hatte sich der gesuchte Tatverdächtige kurz zuvor gestellt. Er wurde vorläufig festgenommen und kam in Polizeigewahrsam.

Weitere Auskünfte zur Motivlage beziehungsweise Hintergründen der Tat machte die Polizei nicht. Nach Angaben von shz.de soll es sich um einen Zahnarzt aus Westensee (Kreis Rendsburg-Eckernförde) handeln, der seine von ihm getrennt lebende Ehefrau und deren neuen Freund erschossen haben soll. Auf der Suche nach dem Tatverdächtigen hatte es Durchsuchungen in Westensee westlich von Kiel gegeben.

Die Tat hatte sich am Mittwochvormittag in Dänischenhagen wenige Kilometer nördlich von Kiel ereignet. Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei den Opfern um einen 53 Jahre alten Mann und eine 43 Jahre alte Frau. Die Polizei fahndete den ganzen Tag mit Hochdruck nach dem Täter und ging von einer Beziehungstat aus.

Es gebe keine Hinweise, dass eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe. «Die Tat dürfte sich im persönlichen Umfeld ereignet haben», hieß es. Während der Fahndung nach dem Täter hatte es auch einen Großeinsatz im Brauereiviertel in Kiel gegeben. Dort war ein Fahrzeug gesichtet worden, das Zeugen mit dem mutmaßlichen Täter in Verbindung gebracht hatten.

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