Hunderte Betroffene falscher Paketbenachrichtigungen

14.04.2021 Experten des Landeskriminalamts (LKA) haben vor Datendiebstahl im Zusammenhang mit falschen Benachrichtigungen über Pakete per SMS-Nachricht gewarnt. In Schleswig-Holstein seien mindestens mehrere Hundert Menschen davon betroffen, sagte eine LKA-Sprecherin am Mittwoch. Die Betroffenen hatten auf einen in der Nachricht enthaltenden Link geklickt und damit unwissentlich eine Infektion ihres Smartphones mit einer Schadsoftware gestartet.

Der Schriftzug «Polizei» ist vor einem Polizeirevier zu sehen. Foto: Boris Roessler/dpa/Symbolbild/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Nachrichten klingen harmlos: «Ihr Paket wurde verschickt. Bitte überprüfen und akzeptieren Sie es unter folgendem Link». Diese Betrugsmasche nennt sich «Smishing» eine Wortschöpfung aus den Begriffen SMS (Kurznachrichten) und Phishing (Diebstahl von Zugangsdaten über gefälschte Nachrichten). Nach Angaben des LKA enden die verschickten Links oft mit tinyurl.com oder duckdns.org, es sind aber auch andere im Umlauf.

Die Polizei rät Verbrauchern, die bereits auf einen entsprechenden Link geklickt haben, das Telefon in den Flugmodus zu stellen und den Provider darüber zu informieren. Sie sollten zudem eine Drittanbietersperre einrichten lassen, und das eigene Bankkonto auf ungewollte Abbuchungen überprüfen. Zur Beweissicherung sollten Betroffene das Gerät für die Erstattung einer Strafanzeige zur Polizei mitnehmen und es erst danach auf Werkseinstellungen zurücksetzen. Durch den bloßen Erhalt einer solchen SMS wird dagegen noch kein Schaden angerichtet.

© dpa-infocom GmbH

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