40-Jähriger aus Hamburg wegen Drogenhandels vor Gericht

30.03.2021 Wegen unerlaubten Handelns mit rund 600 Kilogramm Marihuana sowie etlichen Kilogramm Kokain und Amphetaminen sitzt ein 40-jähriger Hamburger in Kiel auf der Anklagebank. Staatsanwältin Barbara Westermeyer legte dem Mann vor dem Kieler Landgericht am Dienstag 27 Fälle zur Last. Tatorte waren demnach Norderstedt, Hamburg und Neumünster. Dabei sei in Norderstedt in einer angemieteten mehrere hundert Quadratmeter großen Industriehalle eine Marihuana-Großplantage geplant und vorbereitet worden, sagte Westermeyer zu Prozessbeginn.

Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert auf einem Platz. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zu den Drogen, mit denen der Angeklagte im Tatzeitraum von Januar bis Oktober 2020 gedealt haben soll, gehören laut Anklage auch 1000 Ecstasy-Tabletten. Der Mann geriet im Zusammenhang mit laufenden Ermittlungen in Neumünster zufällig als Lieferant ins Visier der Fahnder. Er wurde später in seiner Hamburger Wohnung festgenommen. Ihm drohen bei einer Verurteilung wegen Verbrechens nach dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) ein bis 15 Jahre Haft.

Nach Schätzungen der Staatsanwaltschaft wird Marihuana derzeit je Gramm mit Preisen zwischen drei und zehn Euro gehandelt. Für Kokain würden 28 bis 50 Euro je Gramm gefordert und für Amphetamine 2,50 bis 8 Euro je Gramm gezahlt.

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