BASF will in der Lausitz Solarpark bauen

02.12.2021 Immer mehr Unternehmen setzen in der Energiewende auf grünen Strom. BASF am Standort Schwarzheide und ein regionaler Energieversorger planen das nächste große Projekt.

Eine Baustelle auf dem Gelände der BASF Schwarzheide GmbH. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Für eine CO2-ärmere Produktion plant der Chemiekonzern BASF an seinem Lausitzer Standort Schwarzheide (Oberspreewald-Lausitz) die Errichtung eines Solarparks. In Kooperation mit dem Energieversorger envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM) soll die Photovoltaik-Anlage nahe dem Werkgelände auf einer Fläche von 24 Hektar entstehen, wie Jürgen Fuchs, Vorsitzender der Geschäftsführung der BASF Schwarzheide GmbH, und enviaM- Vorstandschef Stephan Lowis am Donnerstag mitteilten. «Mit dem Solarpark, den wir hier bauen, ist das der erste größere Solarpark weltweit, den die BASF gemeinsam mit einem Partner errichtet», betonte Fuchs. Der Bau soll im ersten Quartal 2022 beginnen, die Inbetriebnahme ist für das zweite Quartal geplant.

Rund 52.000 Photovoltaikmodule sollen künftig auf einer Fläche so groß wie 34 Fußballfelder grünen Strom für den Produktionsstandort der BASF liefern. Zur Umsetzung soll ein Joint Venture gegründet werden. Die Kartellbehörden müssen dem Projekt noch zustimmen.

Der Solarpark soll 25 Gigawattstunden Strom (GWh) pro Jahr produzieren. Die Investitionssumme für die Anlage und das dazugehörige Umspannwerk beläuft sich auf rund 13 Millionen Euro. Das Projekt wird laut BASF ohne öffentliche Förderung umgesetzt.

Der Großteil des erzeugten Solarstroms soll für die Versorgung des BASF-Produktionsstandorts in Schwarzheide genutzt werden, unter anderem für die Herstellung von Kathodenmaterialien für die Batterieproduktion. Der Chemiekonzern will am Standort Schwarzheide ab 2022 Kathodenmaterial produzieren, das die Leistungsfähigkeit der Batterien steigern soll. Die BASF will damit die Ausstattung von rund 400 000 vollelektrischen Fahrzeugen pro Jahr mit eigenen Batteriematerialien ermöglichen. Der produzierte Strom, den die BASF nicht abnimmt, soll ins Netz des Energieversorgers enviaM fließen.

Bis 2050 will der Chemieriese klimaneutral produzieren und bis 2030 seine Treibhausgasemissionen um 25 Prozent senken. Das erfordere den schnellen Einstieg in eine CO2-Reduzierung, so Fuchs. Der Solarpark sei ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg hin zu einer klimaneutralen Chemieproduktion – und ein wichtiger Beitrag zur weiteren Strukturentwicklung in der Lausitz, lobte Wirtschafts- und Energieminister Jörg Steinbach (SPD) das Vorhaben.

Darüber hinaus plant die BASF nach Aussage von Fuchs in Schwarzheide eine eigene Energiespeicherlösung, um das Zusammenspiel von Speicher und Solarpark zu erproben.

Der Energieversorger enviaM betreut 100 Anlagen, die grünem Strom erzeugen. «Wir sitzen auf einem wertvollen Schatz, den es noch besser zu nutzen gilt», sagte Vorstandschef Lowis. Erneuerbare Energien seien ein wichtiger Standortfaktor für Unternehmen.

© dpa-infocom GmbH

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