Wie damals im Mai: Union hat Sieg über Leipzig «im Kopf»

01.12.2021 Union steht vor dem fünften Duell gegen Leipzig erstmals vor dem ungeliebten Nachbarn. Trainer Fischer hofft auf eine Energieleistung wie zuletzt in der zweiten Halbzeit in Frankfurt.

Union Berlins Trainer Urs Fischer während eines Interviews vor Spielbeginn. Foto: Silas Stein/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die zweite Minute der Nachspielzeit am letzten Spieltag der vergangenen Bundesliga-Saison am 22. Mai dient als Vorbild. Max Kruse köpfte Union mit dem 2:1 gegen RB Leipzig seine Mannschaft nicht nur zum ersten Sieg über den ungeliebten Ost-Nachbarn, sondern zugleich in die Conference League. «Den Sieg haben wir im Kopf. Das hilft, um gegen Leipzig bestehen zu können», sagte Union-Trainer Urs Fischer vor der Neuauflage am Freitag im Stadion An der Alten Försterei (20.30 Uhr/DAZN).

Im gleichen Atemzug erinnerte der Schweizer Coach aber auch an das allererste Bundesliga-Spiel der Köpenicker nach dem Aufstieg ebenfalls gegen RB, das mit einer 0:4-Niederlage endete: «Im ersten Spiel waren wir ganz weit weg.»

Der enorme Entwicklungsschritt vom unbeleckten Bundesliga-Neuling zum deutschen Vertreter auf internationaler Ebene innerhalb von gerade einmal zweieinhalb Jahren wird vor dem insgesamt fünften Spiel beider Mannschaften deutlich. Erstmals liegt Union mit 20 Punkten als Tabellensechster zwei Plätze vor den Leipzigern, die zugleich zwei Zähler weniger aufweisen. Für Fischer kein Indiz, gegen die zudem von Corona-Ausfällen dezimierten Profis aus Sachsen in eine Jubelorgie auszubrechen: «Die Mannschaft ist immer noch stark genug. Wenn ich sehe, wer bei ihnen im letzten Spiel auf dem Platz gestanden hatte, dann waren da sehr viele Unterschiedsspieler.»

Doch Fischer weist auch auf die eigenen Stärken hin. «Wir wissen in etwa wie sie spielen werden und haben Systeme, wie wir uns darauf vorbereiten», sagte Fischer. «Wenn wir es so hinbekommen wie in der zweiten Halbzeit in Frankfurt, haben wir Möglichkeiten gegen Leipzig», benutzt Fischer das vorangegangene Spiel als Blaupause, «wenn wir so spielen wie in der ersten Halbzeit, wird es schwierig.»

Für den Trainer gilt allerdings die Aktivität auf dem Platz als oberste Prämisse: «Das Spiel mit dem Ball ist eine Notwenigkeit, auch um Tore zu erzielen.» Zudem könne der Gegner ohne Ballbesitz selbst nicht zum Abschluss kommen, wie in den Partien zuvor in Frankfurt, Köln und Stuttgart. In diesen Auswärtsspielen, die jeweils nach Begegnungen im internationalen Geschäft folgten, hat sich Union in den Schlussminuten oder in der Nachspielzeit Treffer eingefangen, die letztendlich fünf Punkte kosteten und Union den Sprung auf den dritten Tabellenplatz verwehrten.

Fischer will die späten Gegentreffer aber nicht zu hoch bewerten. «Frankfurt und Stuttgart muss man konsequenter verteidigen. Aber Fußball ist ein Fehlerspiel und wir haben einen Fehler zu viel gemacht.» Gegen Leipzig hofft man in Köpenick wieder auf einen späten Treffer - wie damals im Mai.

© dpa-infocom GmbH

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