«Omelette surprise»: Schenkung von Menükarte für Liebermann

28.10.2021 Die Festgäste haben sich auf «Oxtail-Suppe», «Ostender Steinbutt», «Reh=rücken» oder «Omelette surprise» einstellen können. Zur Feier des 80. Geburtstags von Max Liebermann 1927 hatte Martha Liebermann, Frau eines der wichtigsten deutschen Impressionisten, ein Festmenü im «Schwedischen Pavillon» zusammenstellen lassen. Ein Original der kunstvoll verzierten Menükarte hat die Liebermann-Villa am Wannsee in Berlin nach Angaben vom Donnerstag als Schenkung in ihre Sammlung bekommen.

Die Liebermann-Villa am Wannsee. Foto: Wolfgang Kumm/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Neben vier lithografierten Zeichnungen des Malers Max Slevogt zur Menüfolge enthält die Karte fünfzehn Unterschriften von Festtagsgästen, die sich teils mit Widmungen und Glückwünschen bei Martha Liebermann bedanken.

«Diese Menükarte ist ein außergewöhnliches Dokument der Berliner Kunst- und Kulturszene der späten zwanziger Jahre», sagte Direktorin Lucy Wasensteiner zur Schenkung von Wolfgang Immenhausen aus Anlass seines Ausscheidens aus dem Vorstand der Max-Liebermann-Gesellschaft. In der Zeit nach 1933 sei die Karte im Zuge der Verfolgung durch die Nationalsozialisten abhandengekommen. Das «glanzvolle Zeugnis der bewegenden Geschichte von Max und Martha Liebermann» solle Anfang 2022 zusammen mit anderen Schenkungen ausgestellt werden.

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