Herbststurm richtet zunächst keine größeren Schäden an

21.10.2021 Ein Herbststurm fegt über Deutschland hinweg und sorgt für umgestürzte Bäume und Stromausfälle. Auch Brandenburg bleibt nicht verschont. Eine Entwarnung ist laut den Meteorologen noch nicht in Sicht.

Zwei große Pappeln wurden vom Sturm entwurzelt. Foto: Paul Zinken/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Stromausfälle, umgestürzte Bäume, geschlossene Parks und Zoos: Ein kräftiger Herbststurm hat am Donnerstag in Brandenburg die Einsatzkräfte auf Trab gehalten.

Die Regionalleitstelle Nordost in Eberswalde zählte bis zum Nachmittag 210 Einsätze in den Landkreisen Barnim, Oberhavel und Uckermark. In Templin (Uckermark) sei ein Regionalzug zum Stehen gekommen und ein Mitarbeiter habe Äste von den Schienen räumen wollen, teilte ein Sprecher mit. Der Mann sei dabei verletzt worden, Details dazu nannte der Sprecher nicht.

Die Regionalleitstelle in Brandenburg an der Havel berichtete von 263 Einsätzen. Laut einer Sprecherin wurden keine Menschen verletzt. Die Einsatzkräfte der Regionalleitstelle Oderland in Frankfurt (Oder) rückten zu zahlreichen umgestürzten Bäumen aus.

Im Westen und Nordwesten Brandenburgs sorgte das Unwetter ebenfalls für zahlreiche Einsätze. «Wir haben in allen Bereichen Sturmeinsätze. Das meiste sind umgestürzte Bäume oder heruntergefallene Äste», sagte eine Sprecherin der Regionalleitstelle Nordwest, die für die Kreise Havelland, Ostprignitz-Ruppin, Prignitz und die Stadt Potsdam zuständig ist. Auch Telefon- und Stromleitungen seien teilweise durch den Sturm beschädigt.

Die Regionalleitstelle Lausitz verzeichnete zeitweise sogar 115 Einsätze gleichzeitig - das sei deutlich mehr als sonst. Die meisten Einsätze gebe es im Kreis Dahme-Spreewald. Überwiegend rückte die Feuerwehr auch hier wegen umgestürzter Bäume aus. Zeitweise kam es zu Stromausfällen. In den Landkreisen Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße seien Kunden ohne Strom, teilte die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mit.

Wegen der Warnung vor Sturm waren alle Parkanlagen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten in Berlin und Brandenburg am Donnerstag geschlossen worden. Über Öffnungen könne man erst reden, wenn amtliche Entwarnungen vorlägen, sagte ein Sprecher der Stiftung in Potsdam. Außerdem müsse dann auch geprüft werden, wie hoch mögliche Schäden seien. «Unter Umständen gibt es noch Aufräumarbeiten. Wenn alles gut geht, können wir frühestens am Freitagvormittag wieder öffnen.»

Auch der Tierpark in Cottbus blieb aufgrund der Sturmwarnung am Donnerstag dicht. Die Tiere würden - soweit das möglich sei - in den Ställen versorgt, teilte die Stadt Cottbus mit. Ebenso ließ der Zoo in Eberswalde nach einer Mitteilung im Internet seine Türen am Donnerstag geschlossen.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hob am Nachmittag alle bestehenden Unwetterwarnungen vor orkanartigen Böen auf. Die Meteorologen warnten jedoch weiterhin vor Sturmböen und schweren Sturmböen, vor allem in den östlichen Landesteilen.

© dpa-infocom GmbH

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