Alba Berlin gerät unter Druck: «Nicht verunsichern lassen»

11.10.2021 Alba Berlin war nach der nächsten Niederlage um Ruhe bemüht. «Das kommt alles nicht unerwartet. Wir hatten praktisch keine Vorbereitung und nicht ein Training, in dem wir nicht komplett waren. Jetzt kommen noch viele Verletzte hinzu und sehr fordernde Spiele», sagte Manager Marco Baldi nach der 62:74-Auswärtspleite am Sonntag in Ludwigsburg. «Es ist alles unrund und unruhig. Wichtig ist, dass man sich nicht total verunsichern lässt.»

Marcus Eriksson (l-r), Tim Schneider und Luke Sikma von Alba Berlin während eines Spiels. Foto: Andreas Gora/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Von den ersten sechs Pflichtspielen der neuen Saison gingen für den deutschen Basketball-Meister nun allerdings schon vier verloren. In der Bundesliga findet sich der Titelverteidiger auf einem ungewohnten zwölften Platz wieder. «Beim Blick auf die Tabelle kann man natürlich schnell in Unruhe verfallen. Aber das ist genau das, was jetzt nicht passieren darf», mahnte Baldi.

Doch die Pleiten erschweren natürlich den Findungsprozess. Die Neuzugänge Jaleen Smith, Tamir Blatt oder Yvel Zoosman wirken meist noch wie Fremdkörper im Berliner Spiel. «Wir sind einfach noch nicht so weit. Gegen hochkarätige Gegner ist es schwierig, in unserem Zustand etwas zu reißen», sagte Baldi. Trainer Israel Gonzalez beklagte gegen Ludwigsburg, dass sein Team zu kopflos agierte. «Wir haben in der ersten Hälfte vergessen, wie man offensiv Basketball spielt. Wir sind einfach nur drauf los gerannt», sagte er.

Und die neue Woche hat es für Alba wieder in sich. Am Dienstag (20.00 Uhr/Magentasport) geht es in der Euroleague daheim gegen Fenerbahce Istanbul, am Donnerstag dann gegen Baskonia und am Sonntag nach Oldenburg. «Wir wissen, was diese Woche passieren kann. Das sind drei Hammerspiele mit einem gerupftem Team», sagte Baldi.

Zuletzt musste Alba ohne seine Center auskommen. «Wir sind in einer schwierigen Phase, weil wir improvisieren müssen. Jeder muss woanders spielen, als er es gewohnt ist», sagte Baldi. Zumindest bei Johannes Thiemann gibt es Hoffnung auf ein baldiges Comeback. Ein Fragezeichen steht noch hinter Maodo Lo, der in Ludwigsburg am Ende vom Feld humpelte. «Es ist wohl nichts Schlimmes, aber wir müssen abwarten», sagte Baldi.

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