Kultusminister wollen Schulen weiter offenhalten

08.10.2021 Die Kultusministerinnen und Kultusminister der Länder setzen sich weiterhin dafür ein, dass es in der Corona-Pandemie nicht zu erneuten Schulschließungen kommt. Es sei «unerlässlich, die Schulen offen zu halten und den Präsenzunterricht dauerhaft zu sichern», heißt es in einem Beschluss, den die Minister am Freitag nach Beratungen in Potsdam fassten. Sie bekräftigen damit im Wesentlichen ihre bereits im Juni und August formulierten Beschlüsse für einen «Schulischen Regelbetrieb im Schuljahr 2021/2022».

Britta Ernst, Präsidentin der Kultusministerkonferenz, und die brandenburgische Staatssekretärin Ines Jesse (r). Foto: Paul Zinken/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Im aktuellen Schuljahr sei es gelungen, trotz Pandemie und Delta-Variante durchweg in allen Ländern vollständigen und kontinuierlichen Präsenzunterricht sicherzustellen. Das Recht der Kinder und Jugendlichen auf Bildung, Freizeitgestaltung und Zusammenkünfte sei weitestgehend ohne Einschränkungen gesichert.

Die Kultusministerkonferenz (KMK) sprach sich zudem für eine zurückhaltende Quarantäne-Politik durch die Gesundheitsämter aus: Auch bei einer weitgehenden Abschaffung der Maskenpflicht an Schulen sollten Quarantäneanordnungen «im Interesse eines verlässlichen Präsenzunterrichts» auf tatsächlich infizierte Personen beziehungsweise enge Kontaktpersonen eingegrenzt werden.

Ob, wann und wo an Schulen weiter Masken getragen werden müssen, regeln die Länder grundsätzlich selbst. Das gilt auch für Tests. Entsprechend offen formuliert wird im Beschluss der Minister: «Um die gewonnene Sicherheit für den Schulbetrieb zu erhalten, können die regelmäßigen Testungen für Schülerinnen und Schüler bis auf Weiteres fortgeführt werden.» Sie appellieren gleichzeitig an Erwachsene, sich impfen zu lassen, und empfehlen das Schülern ab zwölf Jahren.

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