Brandenburger Tourismus fast auf Niveau vor Corona-Pandemie

06.10.2021 Auch in diesem Jahr zeigen sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie noch deutlich in Brandenburgs Tourismus-Branche. Von Januar bis Juli dieses Jahres zählten Betriebe einen Rückgang bei den Übernachtungszahlen von 18,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie aus dem Tourismusbarometer des Ostdeutschen Sparkassenverbandes hervorgeht, der am Mittwoch in Bad Saarow (Oder-Spree) vorgestellt wurde. Das Barometer ist eine regelmäßige Analyse der Lage in den ostdeutschen Tourismusregionen.

Wanderpadler sind auf der Havel in der Potsdamer Innenstadt unterwegs. Foto: Klaus Peters/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zählten die Betriebe in Brandenburg noch 8,2 Millionen Übernachtungen in den ersten sieben Monaten 2019, waren es im Vergleichszeitraum 2020 5,3 Millionen und im Zeitraum Januar bis Juli 2021 4,3 Millionen Übernachtungen.

Mit dem Ergebnis schneidet Brandenburg im Vergleich zu anderen Bundesländern aber dennoch nicht schlecht ab: Nur Niedersachsen und Schleswig-Holstein verzeichneten mit einem Rückgang von 13,7 beziehungsweise 0,6 Prozent weniger Einbußen bei den Übernachtungen.

Nach dem Lockdown kehren Gäste aber wieder vermehrt in Pensionen und Hotels ein: Rund 5,5 Prozent betrug der Rückgang bei den Übernachtungszahlen im Juli dieses Jahres laut dem Barometer gegenüber Juli 2019 vor der Pandemie. Dabei ist die Spanne landesweit aufgrund der unterschiedlichen Corona-Zahlen und der daran geknüpften Auflagen unterschiedlich: Im Spreewald im Süden des Landes zählten Betriebe einen Übernachtungszuwachs von 4,8 Prozent - im Fläming im Südosten dagegen einen Rückgang von 16,1 Prozent. Für Deutschland insgesamt betrage das Minus 18,1 Prozent.

«Wir sind immer noch weit weg von Normalität», sagte Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Hendrik Fischer. Man müsse jetzt aber auch wieder auf die Zukunft schauen. «Themen wie Mobilität, Digitalisierung und Nachhaltigkeit haben durch Corona aber noch einmal einen neuen Stellenwert bekommen. Damit müssen wir umgehen und uns dazu innerhalb der Branche neu verabreden.»

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