Souveräner Supercup-Sieg: Berlin Volleys «viel abgezockter»

03.10.2021 Bereits vor dem Beginn der Volleyball-Bundesliga ist Meister BR Volleys gut aufgelegt. Dem ersten nationalen Titelgewinn sollen noch zwei weitere folgen.

Spielerinnen strecken ihre Arme in Richtung eines Volleyballs. Foto: Uwe Anspach/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Berlin Volleys haben schon zu Beginn der neuen Volleyball-Saison ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz gesendet. «Sie waren viel abgezockter, das war echt beeindruckend», sagte Robin Baghdady, Außenangreifer beim Gegner United Volleys Frankfurt, über den souveränen 3:0 (25:18, 25:19, 25:20)-Erfolg der Berliner im Spiel um den Supercup am Samstag in Schwerin. Baghdady stand in der vorigen Saison noch bei den BR Volleys unter Vertrag, schaffte dort aber - auch verletzungsbedingt - nicht den Durchbruch.

Zum dritten Mal in Folge und genau 165 Tage nach dem Gewinn der elften deutschen Meisterschaft trug sich die Mannschaft von Trainer Cedric Enard nunmehr schon zum dritten Mal in die Siegerliste des seit 2016 existierenden Wettbewerbs zwischen Meister und Pokalsieger ein. Obwohl in Mittelblocker Anton Brehme und Außenangreifer Samuel Tuia zwei wertvolle Kräfte verletzt fehlten und Timothee Carle geschont wurde, bestimmten die Berliner das Geschehen souverän.

«Wir hatten keine wirklichen Aussetzer», sagte BR-Volleys-Angreifer Ruben Schott hinterher. Besonders in zwei Bereichen zeigte sich, in welch beachtlicher Frühform die BR Volleys sich präsentierten. «Unsere Annahme war sehr stark und unsere Mitte überragend», sagte Schott. Sein Fazit: «Wir haben ein unfassbar gutes Team.»

Auf dem Höhepunkt ihrer Leistungsfähigkeit sehen sich die BR Volleys jedoch noch nicht. «Das war ein erster wichtiger Schritt, um als Mannschaft zusammenzuwachsen», sagte der amerikanische Angreifer Cody Kessel, der mit einer Angriffsquote von 65 Prozent 13 Punkte zum Sieg gegen Frankfurt beisteuerte, bescheiden.

Am Mittwoch beginnt die neue Bundesliga-Saison. Die BR Volleys starten mit zwei Heimspielen. Am Mittwoch sind die Grizzlys Giesen zu Gast in der Max-Schmeling-Halle, am Samstag fordert dort die SVG Lüneburg den Meister heraus. «Unser Anspruch sollte es sein, alle nationalen Titel zu holen», sagte Schott. Der erste Titel ist schon sichergestellt.

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