Redmann: Sieg der SPD bei Bundestagswahl ist anzuerkennen

28.09.2021 Der CDU-Fraktionschef im Brandenburger Landtag, Jan Redmann, sieht nach der Bundestagswahl keinen Anspruch der Union auf die Bildung der Bundesregierung. «Es gibt einen klaren Sieger dieser Wahl und das ist die SPD - sie liegt mehr als einen Prozentpunkt vor der Union», sagte Redmann am Dienstag nach der Fraktionssitzung in Potsdam. Dies gelte es anzuerkennen. Die Union werde sich zwar nicht einer Regierungsbildung auf Bundesebene verweigern, wenn sie gefragt würde, sagte Redmann. «Aber das ist etwas, was gegenwärtig, denke ich, nicht auf der Tagesordnung steht.»

Jan Redmann (r), Brandenburger CDU-Fraktionsvorsitzender. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Das Ergebnis ist deutschlandweit ein mittleres und für die ostdeutsche Union ist es ein Desaster», stellte der Fraktionschef fest. In ganz Ostdeutschland habe die Union flächendeckend 10 bis 15 Prozent eingebüßt im Vergleich zur Wahl 2017. Im Wahlkampf habe es überdies an «herausgehobenen ostdeutschen Köpfen» gefehlt. Auch hätten ostdeutsche Themen nicht ausreichend im Vordergrund gestanden. So habe die SPD mit sozialpolitischen Themen Erfolg gehabt. «Und ich hatte den Eindruck, dass da an manchen Punkten im Unionsprogramm eine Fehlstelle war», meinte Redmann.

CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet selbst habe eingeräumt, dass er nicht die gewünschte Zugkraft habe entfalten können. Im Landtagswahlkampf in Nordrhein-Westfalen habe Laschet die Kompetenz der Union in vielen Politikfeldern stärken können. «Aber wenn wir uns jetzt die Analysen anschauen, dann sehen wir, dass die Union Kompetenzen eingebüßt hat - in nahezu jedem Politikfeld.»

© dpa-infocom GmbH

Weitere News