Nashornbulle Karl im Berliner Zoo gestorben

28.09.2021 Im Berliner Zoo ist der Panzernashornbulle Karl an den Folgen eines eitrigen Abszesses gestorben. Ein Tierpathologe der Freien Universität Berlin (FU) bezeichnete den Befund als «absolut ungewöhnlich», wie der Zoo am Dienstag mitteilte. Der drei Jahre alte Bulle starb in der Nacht zu Montag, möglicherweise an einer durch den Abszess ausgelösten Blutvergiftung. Der Abszess selbst sei bei der Sektion des Tieres im Bauchraum nahe der Lendenwirbelsäule gefunden worden.

Panzernashornbulle Betty mit Nachwuchs Karl im Berliner Zoo. Foto: Karl Broeseke/Zoo Berlin/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Von den klinischen Symptomen hätte man nicht auf den Abszess schließen können. Womöglich hat sich Karl schon in früher Kindheit eine Verletzung zugezogen, die unbemerkt über einen längeren Zeitraum schwelte und nun letztendlich zu seinem Tod geführt hat», sagte FU-Tierpathologe Achim Gruber.

Zuerst sei den Tierpflegern vor drei Wochen aufgefallen, dass das rund 1,3 Tonnen schwere Nashorn plötzlich nur sehr langsam lief, schlecht fraß und abgeschlagen wirkte. Zuletzt habe noch eine daraufhin begonnene Schmerztherapie für leichte Besserung gesorgt.

Geboren wurde Karl im Tierpark Berlin. Vor zwei Jahren zog er mit seiner 26 Jahre alten Mutter in den Zoo um. Sein 31 Jahre alter Vater kam 2019 in den Tiergarten nach Nürnberg. Die Weltnaturschutzunion stuft Panzernashörner derzeit als gefährdete Art ein.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Empfehlungen der Redaktion

Regional niedersachsen & bremen

News Regional Niedersachsen & Bremen: Serengeti-Park: Breitmaulnashorn-Jungtiere im Freigehege

Regional berlin & brandenburg

News Regional Berlin & Brandenburg: Berliner Tierpark: Schock über Inzucht bei Eisbären

Panorama

Nördliches Breitmaulnashorn: Forscher: Erfolge bei Rettung von seltener Nashorn-Unterart