CDU wirbt für Rot-Schwarz-Gelb in Berlin

27.09.2021 CDU-Spitzenkandidat Kai Wegner sieht nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus gute Chancen für ein Dreierbündnis mit dem Wahlsieger SPD und der FDP. «Es gibt eine Option, und das ist die Deutschland-Koalition», sagte Wegner, der auch Parteivorsitzender ist, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Eine solche Koalition mit der CDU stehe für eine «pragmatische Politik aus der Mitte heraus».

Kai Wegner (CDU). Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/POOL/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Frau Giffey wurde nicht gewählt, um Rot-Rot-Grün fortzusetzen», sagte Wegner. Denn das SPD-Programm habe wenig mit dem der bisherigen Koalition zu tun. Die SPD mit ihrer Spitzenkandidatin Franziska Giffey müsse daher überlegen, mit wem sie das durchsetzen wolle, was sie im Wahlkampf versprochen habe. Ein Pakt für mehr Wohnungsbau, eine Randbebauung des Tempelhofer Feldes oder ein Weiterbau der Autobahn 100 seien in einem linken Bündnis kaum durchsetzbar.

Das CDU-Wahlergebnis von 18,1 Prozent, das nah an dem schlechtesten aller Zeiten für die Union in Berlin aus dem Jahr 2016 (17,6 Prozent) liegt, bezeichnete Wegner als «starkes Ergebnis». Im Unterschied zum Bundestrend habe die CDU in der Hauptstadt zulegen können. «Wir freuen uns über diesen Zuwachs.»

Nach Auszählung aller Stimmen liegt die CDU auf Platz drei hinter SPD und Grünen.

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