Freie Wähler wollen Windkraftausbau stoppen

21.09.2021 Die Landtagsfraktion von BVB/Freie Wähler dringt auf einen Stopp des geplanten Windkraftausbaus in Brandenburg. Sie legte am Dienstag ein eigenes Energiekonzept 2040 vor, das Berlin und Brandenburg berücksichtigt. Darin schlägt die Fraktion vor, die Leistung der Windkraft bei rund 8000 Megawatt zu belassen und nicht weiter auszubauen wie es die Brandenburger Koalition plant. Die Leistung von Photovoltaik - die Umwandlung von Lichtenergie mit Solarzellen in Strom - soll sich nach den Plänen der Fraktion von 2022 bis 2040 verdoppeln. Die Energieerzeugung mit Wärmespeichern soll drastisch ausgebaut werden - auf fast das Vierfache.

Ein Windpark in Brandenburg. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die rot-schwarz-grüne Koalition hatte einen Ausbau der Windkraft von 7500 auf 10.500 Megawatt Leistung bis 2030 beschlossen. Der Ausbau der Windkraft ist in Brandenburg umstritten. Der Energiereferent der Fraktion, Robert Soyka, sagte, wenn die Windkraft weiter ausgebaut werde, gebe es immer mehr Spitzen, die kaum verwertet werden könnten. CDU-Fraktionschef Jan Redmann verwies auf die Forderung seiner Partei, einen Mindestabstand von 1000 Metern zu Wohnbebauung einzuführen. «Wir sind uns darüber einig, dass der Ausbau der Windenergie mit den Menschen gemeinsam stattfinden muss.»

Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) plant eine Energiestrategie 2040 und will die Ausbauziele für Wind- und Solarenergie darin erhöhen. Das wird nach seiner Ansicht zu einer Steigerung des prozentualen Flächenbedarfs für Windenergieanlagen führen, was umstritten ist. Die Koalition hat den Anteil der Landesfläche für Windkraft auf zwei Prozent begrenzt. Die Vereinbarung gilt für diese Wahlperiode.

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