Verband überrascht vom Aus für Windturbinenwerk

21.09.2021 Das Aus für das Werk des Windanlagenbauers Vestas in Lauchhammer (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) hat den Landesverband Windenergie Berlin-Brandenburg «völlig überrascht». Der Zeitpunkt für die Kommunikation sei mit Blick auf Wahlen und Strukturwandel äußerst unglücklich, sagte Verbandschef Jan Hinrich Glahr am Dienstag. Er bedaure die Unternehmensentscheidung sehr. Mit der Schließung des Werkes würden nicht nur 460 Mitarbeiter ihre Jobs verlieren, sondern Brandenburg auch einen fast 20 Jahre alten Produktionsstandort für Rotorblätter. Das Werk habe für Wertschöpfung in der Lausitz gestanden. Man werde Wahlkämpfer beim Wort nehmen, denn ihre Versprechungen zur Unterstützung der Erneuerbaren Energien dürften nicht zu Lippenbekenntnissen nach der Wahl verkommen. «Wir brauchen jetzt mehr Tempo bei den Genehmigungen und dem Zubau der Windenergie», sagte Glahr.

Das Logo des Windanlagenherstellers Vestas. Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der dänische Hersteller Vestas plant, die Produktion in drei seiner europäischen Werke einzustellen, darunter in Lauchhammer. Man rechne damit, dass die Produktion in Lauchhammer bis Ende des Jahres eingestellt sei, teilte das Unternehmen am Montag mit. Es werde geprüft, Mitarbeiter aus Lauchhammer an andere Vestas-Standorte in Deutschland zu verlagern.

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