Mehr als 20 000 Auffrischungsimpfungen in Berlin

19.09.2021 Seit dem Start der Corona-Auffrischungsimpfungen am 1. September haben sich in Berlin fast 21 000 Menschen ein drittes Mal piksen lassen. Das geht aus den Tabellen des Robert Koch-Instituts hervor. Gedacht ist der so genannte Booster vor allem für Menschen über 80, bei denen die zweite Impfung mehr als ein halbes Jahr her ist. Sie haben dafür eine neue Einladung bekommen.

Eine Mitarbeiterin des Deutschen Roten Kreuzes impft eine Frau in einer mobilen Impfstation. Foto: Gregor Fischer/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Auch immungeschwächte Menschen können von der dritten Impfung profitieren. Die Auffrischung soll das Immunsystem noch einmal anregen, Abwehrstoffe zu bilden und so in der vierten Welle vor schweren Krankheitsverläufen schützen. Eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission gibt es dafür noch nicht, sie ist aber zeitnah geplant.

In Berlin leben nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes rund 200 000 Menschen im Alter von 80 Jahren und älter. 170 000 von ihnen wohnen in den eigenen vier Wänden, die übrigen in Senioren- und Pflegeeinrichtungen. Dort sind wieder mobile Impfteams unterwegs.

Neben den Arztpraxen stehen für Auffrischungsimpfungen auch das Impfzentrum an der Messe bis 30. November und das in Tegel bis 31. Januar offen. Zur Verfügung stehen Impfstoffe von Biontech und Moderna. Zur Auffrischung eingeladene Senioren können für die Fahrt zu den Zentren und zurück nach Hause erneut kostenlos ein Taxi nutzen (Bestellung unter 030 23 00 23 oder 030 26 10 26).

Insgesamt liegt die Berliner Impfquote zur Zeit bei 62,8 Prozent vollständig immunisierter Menschen. Wünschenswert wären mehr als 80 Prozent. Bisher entfallen 85,9 Prozent vollstständiger Impfungen auf Einwohner über 60 Jahren. Bei Berlinern zwischen 18 und 59 Jahren sind es 68,8 Prozent. 26,5 Prozent entfallen auf Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren. Für Kinder unter 12 sind noch keine Impfstoffe zugelassen.

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