Wegner hält generelle 2G-Regel derzeit nicht für nötig

14.09.2021 Aus Sicht des Berliner CDU-Spitzenkandidaten Kai Wegner ist ein generelles 2G-Modell, bei dem Geimpfte und Genesene anders behandelt werden als Menschen mit negativem Testergebnis, derzeit nicht notwendig. Für den Fall, dass sich die Pandemielage deutlich verschlechtert, kann sich der CDU-Landesvorsitzende das aber durchaus vorstellen. «Ich habe ein Problem damit, Menschen auszugrenzen», sagte Wegner am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Berlins CDU-Spitzenkandidat Kai Wegner steht im Matthias-Erzberger-Haus vor seinem Bundestagsbüro. Foto: Annette Riedl/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Gleichzeitig müsse alles darangesetzt werden, einen weiteren Lockdown zu verhindern. «Wir sollten daher jetzt noch mal den Turbo einschalten, um mehr Menschen die Möglichkeit zu geben, sich impfen zu lassen», sagte der CDU-Spitzenkandidat. «Und bevor es einen weiteren Lockdown gibt, bin ich absolut dafür, dass wir auf 2G gehen.»

Im Moment sei es aber richtig, weiter fürs Impfen zu werben, sagte Wegner. «Erst ab einem gewissen Zeitpunkt, wo wir spüren, jetzt wird es kritisch, muss die 2G-Regelung konsequent angewendet werden, um einen Lockdown zu verhindern und so viel Freiheit wie möglich zu sichern.»

Der Berliner Senat hat am Dienstag die Einführung eines Corona-2G-Optionsmodells beschlossen. Im Rahmen der neuen Strategie dürfen Gastronomen oder Veranstalter selbst entscheiden, ob sie den Zutritt zu Innenräumen wie bisher Geimpften, Genesenen und Getesteten (3G) erlauben oder nur noch Geimpften und Getesteten (2G) und dafür zum Beispiel auf die Maskenpflicht verzichten und mehr Gästen den Zutritt gestatten.

Wegner, der am 26. September bei der Abgeordnetenhauswahl als CDU-Spitzenkandidat ins Rennen geht, forderte, noch einmal alle Kräfte zu bündeln: «Alle, die noch nicht geimpft sind, sollten schriftlich ganz zeitnah ein Impfangebot bekommen. Menschen, die noch nicht geimpft worden sind, obwohl sie vielleicht sogar offen für eine Impfung wären, dürfen nicht benachteiligt werden.»

© dpa-infocom GmbH

Weitere News