Mehr Brandenburger Schülerinnen und Schüler in Quarantäne

10.09.2021 Die Zahl neuer Corona-Infektionen steigt in Brandenburg, das zeigt sich auch an der Lage in den Schulen. Die Impfkampagne geht zwar weiter, aber der Fortschritt ist unterschiedlich verteilt im Land.

Eine Atemschutzmaske liegt neben einem Federmäppchen. Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Zahl der Brandenburger Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte in Corona-Quarantäne ist deutlich gestiegen. Mit Stand Donnerstag seien 3398 Kinder und Jugendliche in häuslicher Isolation, wie das Bildungsministerium am Freitag mitteilte. Das sei ein Anteil von 1,1 Prozent. In der Vorwoche lag die Zahl bei 3085, das waren 1,0 Prozent aller Schülerinnen und Schüler. Drei Schulen sind den Angaben zufolge geschlossen, in der vergangenen Woche waren es zwei. 124 Lehrkräfte sind in Quarantäne, das ist ein Anteil von 0,5 Prozent aller Beschäftigten. In der vergangenen Woche waren es noch 97.

Derzeit lernen an 923 Schulen rund 297.700 Schülerinnen und Schüler, dort sind 25.000 Lehrkräfte beschäftigt. Von ihnen sind 34 positiv auf das Coronavirus getestet worden nach 25 in der Woche zuvor. 385 Schülerinnen und Schüler sind positiv getestet, in der Vorwoche waren es 318. Im neuen Schuljahr lernen die Schülerinnen und Schüler im vollständigem Präsenzunterricht. Allerdings gilt für alle Schüler und Lehrkräfte eine Masken- und regelmäßige Testpflicht.

Die Zahl der Corona-Fälle in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner stieg dem Ministerium zufolge leicht von 40,1 am Vortag auf 41,0. Brandenburg liegt damit immer noch unter dem Bundesdurchschnitt von 83,8. Am Freitag vor einer Woche lag der Brandenburger Wert bei 30,6. Die kreisfreien Städte Cottbus (77,0) und Brandenburg an der Havel (76,3) verzeichneten die höchsten Sieben-Tage-Inzidenzen, der niedrigste Wert wurde mit 3,5 aus Frankfurt (Oder) gemeldet. 48 Menschen liegen mit einer Covid-19-Erkrankung in Krankenhäusern.

Zur Beurteilung der Pandemielage will die Landesregierung die Zahl der Corona-Patienten in Krankenhäusern als Messlatte einführen. Die landesweite Zahl der im Krankenhaus aufgenommenen Corona-Patienten (Hospitalisierung) soll die Sieben-Tage-Inzidenzen der Landkreise und kreisfreien Städte als Leitmaß für Regeln ablösen. Das Kabinett wird voraussichtlich kommenden Dienstag eine neue Corona-Verordnung beschließen. Der Bundestag beschloss die neue Regelung am Dienstag, der Bundesrat am Freitag.

Seit Beginn der Impfkampagne Ende Dezember sind 56,1 Prozent der Brandenburgerinnen und Brandenburger vollständig geimpft, bundesweit sind es 61,9 Prozent der Bevölkerung nach dem Robert Koch-Institut. Brandenburg/Havel liegt beim Impfanteil der vollständig geimpften Menschen mit 68,2 Prozent bisher landesweit vorn, gefolgt von Frankfurt (Oder) mit 60,3 Prozent und der Prignitz mit 59,4 Prozent, wie Daten aus dem Ministerium von Ende August zeigen. Ganz unten liegt der Landkreis Spree-Neiße mit einem Anteil von 44,8 Prozent, dahinter kommen Oberspreewald-Lausitz mit 47,3 Prozent und Märkisch-Oderland mit 47,1 Prozent.

In der kommenden Woche gibt es in Brandenburg wieder zahlreiche Impfangebote. So können sich Interessierte zum Beispiel am Flughafen BER am Terminal 5 impfen lassen, am 14. September bietet das Gesundheitsamt Forst Familienimpftage, am 16. September ist Impfen vor dem Kaufland in Prenzlau möglich. Bundesweit findet eine Aktionswoche zum Impfen statt.

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