Sieben-Tage-Inzidenz in Brandenburg sinkt leicht

07.09.2021 Die Zahl der Corona-Fälle in Brandenburg steigt etwas langsamer. Das Gesundheitsministerium gab die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag mit 36,4 an, nach 37,3 am Montag. Vor einer Woche lagen die neuen Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 26,9. Brandenburg bewegt sich damit weiter deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 83,8 (Stand: Dienstagmorgen). 43 Menschen liegen mit einer Covid-19-Erkrankung in Kliniken. Von ihnen werden Stand Montag 11 intensivmedizinisch behandelt, hiervon müssen 9 beatmet werden. Die Zahl der Infizierten und Erkrankten wird auf rund 1900 geschätzt.

Ein Arzt macht einen Abstrich für einen Corona-Test. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach Daten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) sind in Brandenburg von 607 betreibbaren Intensivbetten 515 belegt. 361 Betten können binnen sieben Tagen zusätzlich aufgestellt werden.

84 neue bestätigte Corona-Fälle innerhalb eines Tages kamen laut Gesundheitsministerium am Dienstag hinzu, die meisten Ansteckungen wurden mit 35 aus dem Kreis Oberhavel gemeldet. Dort liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 37,3. Insgesamt lagen sieben Landkreise und zwei Städte über dem Wert von 35. Die meisten Ansteckungen innerhalb einer Woche je 100.000 Einwohner verzeichnete mit 71,2 der Kreis Elbe-Elster, gefolgt von Cottbus (59,8) und dem Kreis Prignitz (57,8).

Wenn der Wert neuer Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche fünf Tage in Folge über 20 liegt, ist der Besuch etwa von Gaststätten drinnen, Hotels und Reisebus-Reisen nur möglich, wenn jemand geimpft, genesen oder getestet ist. In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz über 35 ist die Besucherzahl für Volksfeste und Jahrmärkte auf 5000 begrenzt.

Brandenburg bezieht für die Beurteilung der Pandemie-Lage nach Angaben der Landesregierung neben der Sieben-Tage-Inzidenz auch die Auslastung der Krankenhäuser - vor allem der Intensivstationen - mit ein, zudem den Anteil Geimpfter in der Bevölkerung und die Verbreitung besorgniserregender Virusvarianten. Als Frühwarnwert und Schwellenwert für Beschränkungen ist weiter die Sieben-Tage-Inzidenz maßgeblich.

59,6 Prozent der Menschen in Brandenburg haben mit Stand Montag eine erste Corona-Schutzimpfung erhalten, 55,5 Prozent der Bevölkerung ist vollständig geimpft. Darüber hinaus wurden bislang insgesamt 1331 Auffrischungsimpfungen verabreicht.

© dpa-infocom GmbH

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