Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter: Wert bei 37,3

06.09.2021 Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Brandenburg zu Wochenbeginn weiter gestiegen. Das Gesundheitsministerium gab den Wert neuer Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche am Montag mit 37,3 an, nach 36,2 am Sonntag. Vor einer Woche betrug der Wert 25,6. Brandenburg bewegt sich damit noch weit unter dem Bundesdurchschnitt von 84,3 am Montagmorgen. Die Zahl der in Kliniken behandelten Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung liegt mit Stand Freitag bei 40. Davon befinden sich 12 in intensivmedizinischer Behandlung, hiervon müssen 11 beatmet werden. Nach Daten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) sind von 606 betreibbaren Intensivbetten 496 belegt. 361 Betten können innerhalb einer Woche zusätzlich aufgestellt werden.

Medizinisch geschultes Personal führt einen Corona-Schnelltest durch. Foto: Kay Nietfeld/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Liegt der Wert neuer Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche fünf Tage in Folge über 20, ist der Besuch etwa von Gaststätten drinnen, Hotels und Reisebus-Reisen nur möglich, wenn jemand geimpft, genesen oder getestet ist. In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz über 35 ist die Besucherzahl für Volksfeste und Jahrmärkte auf 5000 begrenzt.

Am Montag lagen nur die Städte Frankfurt (Oder) (1,8) und Brandenburg an der Havel (19,4) sowie der Landkreis Märkisch-Oderland (17,2) unter einem Wert von 35. Alle anderen Landkreise und Städte hatten über 35 Ansteckungen innerhalb einer Woche je 100.000 Einwohner. Den höchsten Wert verzeichnete der Kreis Elbe-Elster mit 71,2, gefolgt von Cottbus (59,8) und den Kreisen Prignitz (57,8) und Havelland (57,7).

44 neue bestätigte Corona-Infektionen kamen laut Gesundheitsministerium am Montag hinzu. Allerdings melden die Gesundheitsämter Daten nach dem Wochenende häufig verzögert. Die Zahl der aktuell Infizierten und Erkrankten wird auf rund 1900 geschätzt.

Brandenburg bezieht für die Beurteilung der Pandemie-Lage nach Angaben der Landesregierung neben der Sieben-Tage-Inzidenz auch die Auslastung der Krankenhäuser - vor allem der Intensivstationen -, den Anteil Geimpfter an der Bevölkerung und die Verbreitung besorgniserregender Virusvarianten ein. Im Verordnungstext ist als Schwellenwert für Beschränkungen aber noch die Sieben-Tage-Inzidenz maßgeblich.

59,5 Prozent der Bevölkerung hat mit Stand Montag eine erste Corona-Schutzimpfung erhalten, 55,5 Prozent ist vollständig geimpft. Darüber hinaus wurden mit Stand bislang insgesamt 599 Auffrischungsimpfungen verabreicht.

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