Die meisten neuen Corona-Infektionen seit über drei Monaten

01.09.2021 Die neuen Corona-Ansteckungen in Brandenburg sind auf den höchsten Wert seit mehr als drei Monaten gestiegen. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 195 neue Fälle, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Potsdam mitteilte. Die meisten zusätzlichen Ansteckungen kamen mit 23 im Kreis Potsdam-Mittelmark hinzu. Am 21. Mai waren 191 bestätigte neue Fälle registriert worden, vor einer Woche waren es 138 neue Infektionen. Die Zahl der Covid-19-Patienten im Krankenhaus stieg auf 36 nach 28 vor einer Woche.

Ein Corona-Schnelltest wird in einer Teststation aufbereitet. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Wert neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen - nahm leicht auf 28,3 zu, vor einer Woche waren es 23,4. Über einem Wert von 35 liegen weiter Cottbus und der Kreis Teltow-Fläming, neu hinzu kamen Potsdam und die Prignitz, während das Havelland und Oberhavel wieder herausfielen. Bis auf Frankfurt (Oder) und die Kreise Märkisch-Oderland, Oberspreewald-Lausitz und Ostprignitz-Ruppin liegen alle Kommunen über einem Wert von 20. Inzwischen sind knapp 1,4 Millionen Brandenburgerinnen und Brandenburger vollständig gegen Corona geimpft, das entspricht einem Anteil von 55 Prozent der Bevölkerung.

Wenn der Wert neuer Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche fünf Tage in Folge über 20 liegt, ist der Besuch etwa von Gaststätten drinnen, Hotels und Reisebus-Reisen nur möglich, wenn jemand geimpft, genesen oder getestet ist. In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz über 35 ist die Besucherzahl für Volksfeste und Jahrmärkte auf 5000 begrenzt. Seit Samstag gilt die Corona-Testpflicht für Kinder ab sechs statt ab zwölf Jahren, ausgenommen sind alle Schülerinnen und Schüler, die sich regelmäßig mindestens zweimal pro Woche testen lassen.

Beim Erlassen und Aufheben von Corona-Beschränkungen orientierte sich die Politik bisher stark an der Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche. Da immer mehr Menschen geimpft und dadurch vor schweren Verläufen geschützt sind, nimmt die Aussagekraft dieses Wertes ab. Deshalb soll künftig unter anderem auch die Zahl der Klinikeinweisungen in den Fokus rücken, also wie viele Corona-Infizierte sich in stationäre Behandlung begeben mussten.

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