Dardai hofft auf Mini-Chance: Boateng kein «Babysitter»

26.08.2021 Spiele beim FC Bayern kommen nie gelegen. Für Hertha BSC ist das Duell beim Rekordmeister am Samstag aber besonders knifflig. Nach zwei Niederlagen stehen die Berliner als Schlusslicht der Bundesliga unter Druck. Trainer Dardai versucht, kühlen Kopf zu bewahren.

Cheftrainer Pal Dardai von Hertha. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Null Punkte auf dem Konto, die Zwölf-Tore-Bayern als nächste Aufgabe vor der Brust und in der Mannschaft immer noch ein großes Kommen und Gehen. Pal Dardai machte vor dem Gastspiel von Bundesligaschlusslicht Hertha BSC beim Fußball-Rekordmeister in München am Samstag (18.30 Uhr/Sky) trotzdem einen gut gelaunten Eindruck und scherzte sogar über seine Startelfplanungen.

«Würdest Du ihn spielen lassen?», fragte er einen Journalisten zum Einsatz von Dodi Lukabakio. «Ja? Dann spielt er», so die Auskunft Dardais. Klar darf der Belgier als Herthas Elfmetertorschütze beim 1:2 gegen Wolfsburg nun auch in München ran. Dort schreckte er schließlich die Bayern einst mit einem Dreierpack noch im Trikot von Fortuna Düsseldorf. Diese Expertise können die Berliner im Moment gut gebrauchen.

Zumal Kevin-Prince Boateng in München ziemlich sicher fehlen wird. «Er hat die Woche nicht mittrainiert, nicht einmal individuell. Ich glaube, das wird nichts», sagte Dardai. Mittelfeldspieler Boateng (34) war in der Partie gegen Wolfsburg (1:2) kurz vor der Halbzeitpause ausgewechselt worden. Seitdem schmerzt der Rücken. Nicht einmal als Motivator würde Herthas neuer emotionaler Anführer nach Bayern mitreisen. «Die Mannschaft ist erwachsen genug. Sie braucht keinen Babysitter», sagte Dardai.

Einen Aufpasser nicht, aber sicherlich Punkte. Dass dieses Unterfangen nirgendwo schwerer ist als in München, weiß Dardai natürlich. Nur eine «Mini-Chance» sieht er. «Wir müssen uns einfach treu bleiben und läuferisch zum Limit gehen», forderte der 45-Jährige. Aus seiner Erinnerung als Spieler wisse er aber auch noch, dass Spiele gegen die Bayern psychologisch leicht seien. «Der Druck ist ein bisschen anders.»

Im ersten Spiel nach dem Wechsel des Offensivstars Matheus Cunha zu Atlético Madrid soll auch Neuzugang Ishak Belfodil zumindest als Joker zum Kader gehören. «Er hat ein gutes Tempo, einen guten Körper», sagte Dardai über den Algerier. Für Mittelstürmer Krzysztof Piatek, der nach seinem Fußbruch im Mai eigentlich gegen die Bayern ein Comeback feiern wollte, kommt die Reise zum Meister doch noch zu früh. «Wir haben das ein bisschen verschoben», sagte Dardai.

Personell hofft Dardai noch auf Nachschub bis zum Ende der Transferperiode. Dann kann er in der Länderspielpause an Taktik und System feilen. Den von den Fans erhofften Kracher wird es in Berlin aber nicht geben. Trotz der Rekordablösesumme für Olympiasieger Cunha von rund 30 Millionen Euro wird Hertha keine Einkäufe in ähnlichen Dimensionen mehr tätigen.

«Es gibt immer einen wirtschaftlichen Aspekt. Transfers, die in die 20 Millionen gehen, werden wir nicht sehen, da wollen wir Abstand nehmen», sagte Sportdirektor Arne Friedrich. Angesichts der weiterhin nicht abschätzbaren Pandemieauswirkungen müsse die Hertha vorsichtig planen, meinte Friedrich (42). Dass man eingenommenes Geld «1:1» ausgebe, das werde «nicht passieren».

© dpa-infocom GmbH

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