Hochschule prüft neue Plagiatsvorwürfe gegen Giffey nicht

20.08.2021 Die Hochschule, an der SPD-Spitzenkandidatin Franziska Giffey ihren Masterabschluss gemacht hat, prüft neue Plagiatsvorwürfe gegen die Politikerin nicht. Im Fall einer Masterarbeit gelte dafür eine Frist von fünf Jahren, die inzwischen abgelaufen sei, teilte einer Sprecherin der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin am Freitag auf Anfrage mit. Giffey hatte ihr Masterstudium 2005 an der Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege Berlin (FHVR) abgeschlossen, einer Vorgängereinrichtung der HWR Berlin.

SPD-Spitzenkandidatin Franziska Giffey kommt zu einer Wahlkampfveranstaltung. Foto: Jörg Carstensen/dpa/archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Gegen die frühere Bundesfamilienministerin waren neue Plagiatsvorwürfe bekanntgeworden. Anatol Stefanowitsch, Professor für Sprachwissenschaften an der Freien Universität Berlin (FU), untersucht diese seit geraumer Zeit. Giffey habe auf 26 Seiten 62 Mal nicht korrekt zitiert und damit gegen wissenschaftliche Standards verstoßen, kritisierte er in einem Zwischenbericht, der der Deutschen Presse-Agentur am Freitag vorlag. Zuerst hatte das Online-Portal t-online darüber berichtet.

Die Freie Universität hatte Giffey nach einer Überprüfung ihrer Dissertation im Juni den Doktortitel entzogen. Der Doktorgrad sei durch «Täuschung über die Eigenständigkeit ihrer wissenschaftlichen Leistung» erworben worden, teilte die Hochschule damals zur Begründung mit.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News