Woidke erwartet mehr Unbequemlichkeiten für Ungeimpfte

10.08.2021 Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) geht davon aus, dass Menschen ohne Corona-Impfung künftig vor mehr Hürden stehen werden als Menschen mit Impfung. «Das Leben für Nichtgeimpfte ist heute schon unbequem», sagte Woidke auf Anfrage. «Diese Unbequemlichkeiten werden künftig für Nichtgeimpfte zunehmen.» Damit spielt er zum Beispiel auf die Notwendigkeit von Corona-Tests an.

Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident Brandenburgs. Foto: Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Regierungschefs der Länder beraten am Dienstag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über den weiteren Umgang mit Corona-Impfungen und Tests. Dabei geht es auch um die Diskussion, neue Einschränkungen vor allem auf ungeimpfte Menschen zu beschränken.

Woidke hatte bereits am 4. August darauf verwiesen, dass Geimpfte jetzt schon mehr Freiheiten als Ungeimpfte hätten. «Wer zu bequem ist, sich impfen zu lassen, hat mehr Unbequemlichkeit, weil er sich womöglich testen lassen muss, wenn er rein in eine Gaststätte, ins Kino oder in Theater will», sagte er. Der Ministerpräsident geht davon aus, dass die Schnelltests mittelfristig nicht mehr kostenlos angeboten werden.

Woidke hatte in der «Bild»-Zeitung aber davor gewarnt, dass Ungeimpfte vom öffentlichen Leben ausgeschlossen werden. Sie sollten mit negativem Corona-Test weiter an Veranstaltungen teilnehmen dürfen. Damit wandte er sich wie andere SPD-Regierungschefs gegen Vorschläge des Bundesgesundheitsministeriums von Jens Spahn (CDU) zu Verschärfungen für Ungeimpfte wie Kontaktbeschränkungen und die Begrenzung der Teilnahme an Veranstaltungen und den Besuch von Gaststätten.

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