Frau nach Brand in Lebensgefahr: Ermittlungen

08.08.2021 Feuer in einem Seniorenwohnhaus in Berlin-Spandau: Die Feuerwehr bringt mehrere Menschen ins Krankenhaus, eine Frau schwebt in Lebensgefahr. Gegen sie wird ermittelt.

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeifahrzeugs. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach einem Feuer in einer Wohnanlage für Senioren in Berlin-Spandau mit mehreren Verletzten ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der besonders schweren Brandstiftung. Eine 54-jährige Bewohnerin schwebt «dem Vernehmen nach» in Lebensgefahr, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Gegen sie wurde demnach auch das Ermittlungsverfahren eingeleitet. Den Angaben nach wurden die Frau und drei weitere Bewohner zur stationären Behandlung ins Krankenhaus gebracht - ein 54-Jähriger, sein zehnjähriger Sohn und eine 74-jährige Frau.

In dem fünfgeschossigen Haus in der Kurstraße war am Samstagabend ein Feuer ausgebrochen. Die Polizei nannte zwei Brandorte: Zunächst habe ein Bewohner eine im Hausflur brennende Couch entdeckt. Der Mann habe das Feuer gemeinsam mit der 54-jährigen Frau gelöscht. Danach habe er aber im Keller eine weitere Rauchentwicklung bemerkt.

Mittlerweile alarmierte Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten die Flammen im Keller, wie es weiter hieß. Dort hätten sie eine Frau mit einer Rauchgasvergiftung gefunden, die später als die 54-Jährige identifiziert worden sei. Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben zunächst mit 100 Kräften im Einsatz. Demnach zogen sich fünf Menschen eine Rauchgasvergiftung zu. Neben den Transporten ins Krankenhaus habe die Feuerwehr eine Person vor Ort behandelt.

Gegen Mitternacht war der Einsatz beendet, wie ein Feuerwehrsprecher am Sonntagmorgen sagte. Schlimmer als die Flammen sei der dichte Rauch gewesen. Die Feuerwehr war bis in den späten Abend noch mit etwa 40 Kräften vor Ort, um unter anderem durchzulüften.

Durch den Brand im Keller waren das Erdgeschoss und die erste Etage stark verqualmt. Die dortigen etwa 20 Bewohner mussten ihre Unterkünfte verlassen - konnten aber dem Sprecher zufolge bereits wieder zurückkehren. Das Rote Kreuz habe die Feuerwehr unterstützt. In dem Haus sind nach Angaben der Feuerwehr etwa 70 Menschen gemeldet.

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